Aktien Erklärung

Viele Anfänger suchen zu Beginn erst mal nach einer Erklärung zu Aktien. Und das ist eigentlich ganz einfach: Wenn man eine Aktie eines Unternehmens besitzt, gehört einem dadurch ein Teil dieses Unternehmens. Man ist dann Aktionär und somit Miteigentümer am Grundkapital des Unternehmens. Firmen geben durch einen Börsengang Unternehmensanteile in Form von Aktien aus, um vor allem an Geld für neue Investitionen zu kommen (anstatt beispielsweise einen Kredit mit hohen Zinsen aufzunehmen).

Eine Erklärung am Beispiel von Legosteinen

Stellen Sie sich beispielsweise vor, ein Unternehmen ist aus Tausenden Legosteinen gebaut. Als Aktienbesitzer gehört Ihnen dann im Prinzip ein Legostein dieses Unternehmens. Je mehr Aktien der gleichen Firma man kauft, desto größer ist der Anteil am Unternehmen.

Meist lohnt es sich nur für größere Unternehmen, an die Börse zu gehen. Unternehmen, von denen man Aktien kaufen kann, nennt man Aktiengesellschaften (die Kurzform davon ist „AG“).

Aktien werden zu unterschiedlichen Preisen bzw. Kursen an verschiedenen Börsen gehandelt. Die jeweiligen Aktienpreise ergeben sich aus dem Verhältnis aus Angebot und Nachfrage. Einfach ausgedrückt: Je gefragter eine Aktie ist, desto höher steigt der Preis und umgekehrt (wenn Sie mehr über Aktienkurse und die verschiedenen Börsen wissen wollen, dann können Sie im Börsenlexikon oder meinem Schritt-für-Schritt-Aktienkurs mehr dazu erfahren).

Als Aktienbesitzer hat man verschiedene Rechte. Interessant ist vor allem das Recht auf Dividende. Manche Unternehmen geben jedoch keine Dividende aus (das müssen sie auch nicht).

Die verschiedenen Arten von Aktien kurz erklärt

Es gibt verschiedene Aktienarten: Zum Beispiel Stammaktien, Vorzugsaktien, Inhaberaktien, Namensaktien, Nennwertaktien oder Stückaktien. Für einen Privatanleger sind die verschiedenen Formen nicht sonderlich wichtig. Trotzdem möchte ich 2 Arten vorstellen: Stammaktien und Vorzugsaktien. Manche AGs geben beide Arten aus (mehr dazu im VW-Beispiel weiter unten).

Bei einer Stammaktie hat man ein Stimmrecht bei der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft. Auch bei Vorzugsaktien darf man auf die Hauptversammlung gehen, hat dort aber kein Stimmrecht. Als Ausgleich dafür hat man aber ein Recht auf eine höhere Dividende. Stammaktien sind vor allem für institutionelle Anleger (also Fonds, Banken und Beteiligungsgesellschaften) interessant, da diese durch den Besitz großer Aktienpakete höheren Einfluss bei Entscheidungen auf den Hauptversammlungen  haben.

Beispiel: Die DAX-Aktie Volkswagen. VW gibt sowohl Stammaktien, als auch Vorzugsaktien aus. Beide werden zu unterschiedlichen Kursen mit verschiedenen WKNs an der Börse gehandelt. Im DAX sind die Vorzugsaktien von VW vertreten.

Fazit: Sie müssen sich keine großen Gedanken über die verschiedenen Aktienarten machen. Für einen Privatanleger ist es meistens eher unwichtig, ob man beispielsweise eine Stammaktie oder eine Vorzugsaktie kauft. Wenn eine AG beide Arten anbietet, entscheidet sich ein Privatanleger aber meist eher für Vorzugsaktien, da man so in der Regel mehr Dividende erhält.

Sie wollen mehr über Aktien und Börse erfahren? In meinem Börsenlexikon gibt es weitere Erklärungen zu den wichtigsten Einsteigerbegriffen. Oder noch besser: Sie holen sich meinen großen 7-teiligen Lernkurs für Anfänger (hier kann man mehr darüber erfahren). Damit ist es möglich, Schritt für Schritt mit einfachen Worten die Aktiengrundlagen zu lernen, die für Einsteiger nach meinem Empfinden wirklich wichtig und sinnvoll sind.

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