Aktien kaufen online 2017: Tipps und Infos für Einsteiger

Aktien kaufen: Online-Broker-TippsTIPP: Neben einem echten Aktiendepot
ist es sehr
sinnvoll, gleichzeitig auch ein
virtuelles Spielgeld-Depot
zu eröffnen.
Mit so einem „Musterdepot“ ist es möglich,

das Aktienkaufen ohne Risiko zu üben
oder einfach nur
ausgewählte Aktien zu
beobachten (hier stelle ich 2
Seiten
vor, wo man sekundenschnell gratis
ein
Musterdepot anlegen kann).

Aktien, Fonds, ETFs und weitere Wertpapiere kann man bequem, schnell und einfach im Internet bei sogenannten Online-Brokern kaufen. Ich helfe euch, einen guten und günstigen Broker für den Börsenhandel zu finden.

Welcher ist der beste Online-Broker?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten, da es keinen Broker gibt, der gleichermaßen für alle Anleger am besten geeignet ist. Dazu gleich mehr.

Vorweg kann ich aber schon mal verraten, dass ich allen voran 2 Broker empfehle: LYNX und ING-DiBa. Warum? Das erläutere ich am Ende des Artikels.

Aber natürlich gibt es auch einige andere bekannte Onlinebroker im Netz:

Welcher Broker bietet ein kostenloses Depot an?
7 beliebte Broker vorgestellt

Es gibt im World Wide Web zahlreiche Discountbroker (so werden Onlinebroker auch genannt).

Bei der Brokersuche sollte man erst einmal darauf achten, dass die Depotführung kostenlos ist (das bedeutet: Wenn man keine Aktien kauft, dann zahlt man auch nichts). Gerade für Aktieneinsteiger ist das wichtig, da man zu Beginn meist noch nicht so viele Aktienkäufe durchführt.

Heutzutage verlangen die meisten Broker aber keine Gebühren mehr für das Eröffnen bzw. Führen eines Wertpapierdepots. Erst für den aktiven Aktienhandel fallen Kosten an.

Hier 7 renommierte Broker, die ein kostenfreies Onlinedepot anbieten:
.

consorsbank Consorsbank sbrokerS Broker onvista-bankOnvista Bank ING-DiBa-Logo-neuING-DiBa flatexflatex comdirectcomdirect lynxLYNX

HINWEIS: Bei den 7 aufgezählten Anbietern zahlen Sie keine (!) Verwaltungskosten, bis auf 2 Ausnahmen:

  • S Broker: Beim Sparkassen Broker fallen keine Depotführungskosten bei mindestens einer Transaktion im Quartal oder einem Vermögensbestand von über 10.000 Euro am Quartalsende an (ansonsten 2,50 Euro pro Monat)
  • comdirect: Keine Depotgebühren für mindestens 3 Jahre. Danach nur kostenlos, wenn man mindestens 2 Trades im Quartal tätigt, ein comdirect Girokonto nutzt oder regelmäßig in einen Wertpapier-Sparplan einzahlt. Sonst kostet das Onlinedepot 1,95 Euro pro Monat.

Auch comdirect und s broker kann man trotz der Bedingungen für eine kostenlose Depotführung in die engere Auswahl ziehen. Der Broker comdirect ist schon lange im Geschäft und hat bei vielen Brokerwahlen sehr gut abgeschnitten. S Broker ist der Onlinebroker der bekannten Sparkasse und für Diejenigen interessant, die lieber einem landesweit bekannten Namen vertrauen.

Sie wollen mehr über die 7 vorgestellten Broker erfahren? Dann lesen diese Beiträge:

Aktienhandelsgebühren: Was kostet es wenn man eine Aktie kauft oder verkauft?

Was kostet der Handel mit Aktien? Wenn man eine Aktie oder ein anderes Wertpapier kauft (=Kauforder) oder verkauft (=Verkaufsorder) fällt jeweils eine Gebühr an, die man an den Broker zahlen muss.

Wie hoch die Gebühr ist, ist von Broker zu Broker unterschiedlich. Grundsätzlich gibt es hierbei 4 Varianten:

  • Bei den meisten Brokern fällt eine feste Grundgebühr pro Order (meistens circa 5 Euro) plus ein Prozentsatz der Aktienkaufsumme an (meist um die 0,25%)
  • Es gibt auch Broker, die nur eine feste Grundgebühr pro Kauf/Verkauf haben (etwa flatex)
  • Oder LYNX und ING-DiBa: Diese Broker verlangen nur einen Prozentsatz von der Ordersumme (0,14% bzw. 0,25%)

Folgende Gebühren fallen pro Kauf und Verkauf bei diesen 7 Brokern an:
.

Online-Broker Gebühren pro Aktienkauf
an deutschen Börsen
Mindestkosten
pro Aktienkauf
ING-DiBa 0,25% (der Anlagesumme) 9,90 €
LYNX
0,14% 5,80 €
flatex 5,00 € 5,00 €
S Broker 4,99 € + 0,25% 8,99 €
Consorsbank 4,95 €/12 Monate bis 10000€ (ab 13. Monat 4,95 €+0,25%) 9,95 € (ab 13. Monat)
Onvista Bank 5,99 € + 0,23% 5,99 € + 0,23%
comdirect 4,90 € + 0,25% 9,90 €

Alle Angaben ohne Gewähr. Konditionen und Preise können sich ändern. Prüfen Sie deshalb die Daten nochmal auf der jeweiligen Anbieterseite.

Vereinfacht kann man sagen, dass ein Aktienerwerb bei einem der oberen Anbieter circa im Durchschnitt zwischen 5 und 10 Euro kostet (wenn man maximal um die 2000 Euro pro Order ausgibt). Beispiel: Man will eine DAX-Aktie an der Frankfurter Börse ordern und 2000 Euro investieren. Bei flatex zahlt man beispielsweise 5 Euro und bei der Onvista Bank 10,59 Euro. Oben drauf kommen meist noch geringe Börsenplatz-Gebühren von circa 1 bis 3 Euro pro Order (je nach Handelsplatz und Broker unterschiedlich).

Wie in der Gebührentabelle aufgeführt, sind auch die jeweiligen Mindestkosten pro Order wichtig. Das heißt: Diese Gebühr fällt mindestens an, auch wenn der Preis der normalen Gebühren-Berechnung darunter liegt. Es gibt auch noch Maximalkosten je Order, aber diese sind für die meisten Otto-Normal-Anleger unwichtig.

Weitere Informationen zu Börsenhandelsgebühren habe ich hier zusammengefasst: Online Aktien kaufen: Kosten & Gebühren. Dort steht auch, mit welchen Zusatz-Gebühren für bestimmte Broker-Leistungen man eventuell rechnen muss (Aktienkaufauftrag über Telefon durchgeben etc.).

ANFÄNGER-HINWEIS: Man sollte es vermeiden nur ein paar Hundert Euro in eine Aktie zu investieren. Denn je weniger Geld man in ein Aktienpapier investiert, desto höheren Gewinn muss man erreichen, um überhaupt erst mal die Kosten für die Gebühren wieder einzuspielen. Man sollte schon mindestens circa 800 bis 1000 Euro in jeweils eine Aktie anlegen, damit die Gebühren nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Es gibt aber eine interessante Alternative für Anleger, die nicht genug Geld für größere Aktieninvestitionen haben: Wertpapier-Sparpläne (was ist das?). Mit Sparplänen kann man bei manchen Brokern schon ab 25 Euro pro Monat Geld in Aktien anlegen.

Wie finde ich den besten Broker? 3 Online-Broker-Tipps

TIPP 1: Broker-Gebühren vergleichen, um einen günstigen Broker zu finden

Die verschiedenen Gebührenberechnungsarten machen es für Brokersuchende nicht so leicht, die Gebühren miteinander zu vergleichen, um einen sehr preiswerten Broker aufzuspüren. Aber es gibt einen Weg:

Bei der Suche nach einem günstigen Broker spielt Ihr zukünftiges Aktien-Kaufverhalten eine wichtige Rolle. Denn für jedes Kaufverhalten ist ein bestimmtes Gebührenmodell am günstigsten.

Stellen Sie sich folgende Fragen, um Ihr Kaufverhalten zu analysieren:

  • Wie hoch ist circa die Anlagesumme pro Aktienkauf? Grund: Es gibt Broker, die lohnen sich eher für Anleger, die hohe Summen investieren. Und es gibt Broker, die eher für Leute geeignet sind, die mit kleineren Summen Aktien kaufen.
  • Wie viele Aktienkäufe will ich pro Jahr ungefähr durchführen? Grund: Wenn Sie häufig online Aktien kaufen wollen, dann lohnt sich eher ein Broker mit möglichst geringer Mindestpreis-Gebühr pro Aktienkauf.

Aber: Wie findet man nach einer Kaufverhaltensanalyse möglichst einfach und schnell heraus, welcher Broker besonders günstig ist? Die Lösung: Ein Depotvergleichsrechner, den ich hier zur Verfügung stelle: Depotkosten und Ordergebühren im Vergleich.

ANFÄNGER-HINWEIS: Der verlinkte Brokervergleichsrechner ist nur richtig nützlich, wenn man grob abschätzen kann wie viel man handelt. Aber als Anfänger kennt man sein Kaufverhalten logischerweise noch nicht so genau. Das ist auch kein Problem. Man muss sich vor allem zu Beginn hinsichtlich der Wertpapierhandelsgebühren nicht verrückt machen.

Wichtig ist bei der Onlinebrokerwahl vor allem, dass keine Depotführungskosten anfallen (siehe Punkt 1). Und wer sich trotzdem als Einsteiger schwer tut, einen Broker auszuwählen, der findet weiter unten im Text 2 Empfehlungen von mir (siehe „Meine Meinung“).

Außerdem sollte man als Börseneinsteiger sowieso aufgrund mangelnder Erfahrung besser noch nicht so hohe Summen investieren und auch nicht ständig neue Aktien kaufen bzw. verkaufen. Sinnvoller ist es als unerfahrener Börsianer in den ersten 6 bis 12 Monaten erst mal vorsichtig Aktienhandel zu betreiben.

TIPP 2: Besondere Leistungsmerkmale prüfen

Aber günstige Gebühren sind nicht alles, auch andere Punkte sind wichtig bei der Brokersuche: Zum Beispiel bieten manche Broker eine exklusive Leistung oder ein spezielle Besonderheit, die andere nicht haben. Das kann eventuell den Ausschlag geben, sich für ein bestimmtes Aktienkonto zu entscheiden. In folgenden Beiträgen habe ich mich mit diesem Thema befasst:

TIPP 3: Erfahrungen und Auszeichnungen prüfen

Welche Broker haben Auszeichnungen bekommen? Und welche Erfahrungen haben Kunden mit Brokern gemacht? Diesen Fragen bin ich in separaten Artikeln nachgegangen. Wen hier die Ergebnisse meiner Recherche interessieren, der kann hier weiter lesen:

Meine Meinung: Welche 2 Broker halte ich für besonders interessant?

1. Empfehlung: LYNX Broker (hier Infopaket anfordern)

Gründe:

  • Keine Depotführungskosten
  • Dauerhaft sehr (!) günstige Handelsgebühren, vor allem wenn man auch Auslandsaktien an Heimatbörsen käuflich erwerben will (da verlangen andere Broker deutlich mehr). Lynx ist daher vor allem für Preisfüchse eine Top-Brokerwahl.
  • Orderänderungen und -streichungen sowie Limits kosten bei Aktien und ETFs nichts extra
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet (speziell für Anfänger gibt es etwa eine Web-Handelsplattform ohne viel Schnickschnack, die leicht zu bedienen ist)
  • Partner von Lynx ist Interactive Brokers, einem der größten und erfahrensten Broker weltweit, der bereits seit Jahrzehnten Kundenvertrauen genießt (dort werden die Lynx-Konten geführt)
  • Viele zufriedene Kunden, wie meine Erfahrungsanalyse zeigt: LYNX-Erfahrungen
  • Im Mai 2016 habe ich selbst ein Depot bei Lynx eröffnet und bisher nur positive Erfahrungen gemacht (auch bei Fragen bzw. Problemen wird einem schnell geholfen; mehr Infos hier in meinem Lynx Broker Test inkl. 9 Vorteile)

2. Empfehlung: ING-DiBa (hier Depot eröffnen)

Gründe:

  • Keinerlei Kosten für die Depotführung und günstige Gebühren für Käufe und Verkäufe
  • Sehr gut für absolute Aktienkaufanfänger geeignet dank übersichtlicher und sehr einfach zu bedienender Web-Handelsplattform (keine unzähligen Einstellungsmöglichkeiten, auch Einsteiger finden sich so schnell zurecht)
  • Keine Zusatzgebühren bei Limits/Orderänderungen/nicht-ausgeführten Orders und unbegrenzt kostenlose Realtimekurs-Abfragen
  • Man kann schnell und einfach Wertpapier-Sparpläne einrichten und so monatlich automatisch kleine oder größere Sparbeträge in einzelne Aktien oder ETFs investieren
  • Aktuelle Auszeichnung: Die ING-DiBa wurde 2016 von den Lesern der renommierten Zeitschrift BÖRSE ONLINE zum „Besten Broker des Jahres“ gewählt (schon das 7. Mal hintereinander!)
  • Das Verrechnungskonto für Wertpapierkäufe ist ein Tagesgeldkonto (das bedeutet, dass das Geld, welches nicht in Aktien angelegt wird, mit guten Zinsen verzinst wird)
  • Ich habe bereits seit 2005 ein Depot dort (mehr Infos) und bin sehr zufrieden. Viele andere Kunden sind auch überzeugt von der DiBa, wie mein Artikel ING-DiBa Erfahrungen offenbart (auch der hilfsbereite Kundenservice wird oft gelobt).
  • Tipp: Wer bis 30.11.2017 ein DiBa-Direkt-Depot eröffnet (hier klicken), bekommt unter bestimmten Bedingungen eine Gutschrift über 75 Euro auf das Verrechnungskonto überwiesen und zahlt zusätzlich für 6 Monate nur einen Pauschalpreis von 4,50 Euro pro Kauf bzw. Verkauf (statt mindestens 9,90 Euro).

Ich nutze also selbst beide Broker und kann aus eigener Erfahrung berichten, dass es sich bei Lynx und ING-DiBa um wirklich starke Onlinebroker handelt. Warum habe ich 2 Broker? Nun, diese beiden haben ihre eigenen herausstechenden Vorteile, die ich nicht mehr missen möchte und ergänzen sich somit für mich gut (siehe Gründe oben). Außerdem ist die Depotführung bei Lynx und ING-DiBa kostenlos. Natürlich braucht man nicht zwingend 2 Broker, das muss jeder selbst für sich entscheiden (ich war auch lange nur bei einem Broker).

Wie Depot eröffnen? Und wie Aktien online kaufen?

Wenn man sich für einen Discountbroker entschieden hat, ist die Eröffnung eines Online-Depots in wenigen Schritten erledigt: Einfach das Anmeldeformular auf der jeweiligen Broker-Webseite ausfüllen und das übliche PostIdent-Verfahren bei der Post durchführen. Ein paar Tage später kommt meist schon die Bestätigung. Ausführlicher habe ich es hier beschrieben: Depot online eröffnen: Wie geht das?

Nach der abgeschlossenen Depotkonto-Eröffnung kann man endlich den ersten Aktienkauf tätigen.

TIPP: Sie wollen sich schon vorab einen Eindruck verschaffen, wie der Online-Kauf einer Aktie abläuft? Das habe ich Schritt für Schritt mit Bildern in diesem Artikel beschrieben: Wir kauft man Aktien? 5-Schritte-Anleitung

Mein Rat: Aktienkauf-Gebühren im Auge behalten

Egal für welchen Broker Sie sich entscheiden: Circa 1 bis 2 Jahre nach Depoteröffnung macht es Sinn, die Gebührenkosten zu checken, die man in dieser Zeit gezahlt hat.

Falls Sie dann anhand meines Wertpapierdepot-Rechners sehen, dass Sie mit einem anderen Broker doch deutlich weniger Gebühren bezahlen müssten, können Sie sich überlegen, kostenlos zum für Sie günstigsten Broker wechseln. Denn für einen Depotwechsel dürfen keine Kosten anfallen. Das hat der BGH entschieden (AZ: XI ZR 49/04). Weitere Infos: Wie geht ein Depotwechsel? und Was beachten bei der Depotübertragung?

Weitere Artikel von mir zum Thema „Aktien kaufen online“:

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