Bautagebuch: Die Meilensteine zu unserem Fertighaus

Wie ich bereits in meinem Fertighaus-Ratgeber geschrieben habe wollen ich und meine Freundin ein Fertighaus bauen. Gerne würde ich dazu ein ausführliches Bautagebuch schreiben, aber leider fehlt mir dazu die Zeit. Bei 2 ganz kleinen Kindern ist das aber verständlich denke ich ;-). Trotzdem möchte ich ein wenig über unser Bauvorhaben und den Baufortschritt hier berichten.

Daher werde ich euch unten über die wichtigsten Meilensteine unseres Fertighausprojektes auf dem Laufenden halten. Und immer bei einer neuen entscheidenden Entwicklung wird der Baublog natürlich aktualisiert. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Der Weg zu unserem Traumhaus: Fertighaus-Bautagebuch 2014/2015/2016

2014

  • Februar: Nachdem wir uns eine Weile erfolglos nach gebrauchten Immobilien umgesehen haben, fassen wir den Entschluss, ein Haus zu bauen. Es soll ein Fertighaus werden.
  • März: Ausgiebige Fertighaus-Internetrecherche. Wir fragen uns: Welche Anbieter gibt es? Welche machen einen guten Eindruck und kommen in die engere Auswahl? Außerdem studieren wir Baublogs, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie ein Fertighausbau aus Sicht von Bauherren abläuft.
  • April: Wir haben uns jetzt genug im Internet ausgetobt und wollen uns endlich mit eigenen Augen ein Bild von Fertighäusern machen. Aus diesem Grund besuchen wir einige Musterhäuser und decken uns mit Info-Broschüren ein.
  • Mai/Juni: Besuch diverser Hausbesichtigungen. Zudem überlegen wir uns intensiv, was für ein Haus wir haben wollen (Größe etc.) und welche Ausstattungsmerkmale uns wichtig sind.
  • Juli: Es wird ernster. 3 Anbieter haben wir zu unseren Wunschkandidaten auserkoren. Von diesen werden wir jetzt detaillierte Angebote einholen, die auf unsere Hauswünsche zugeschnitten sind.
  • August/September: Nach diversen Beraterterminen, weiteren Hausbesichtigungen und Werksführungen sind jetzt noch 2 Hersteller im Rennen.
  • Oktober/November: Nach einigen (teilweise schwierigen) Verhandlungen und dem Ausräumen von Unklarheiten haben wir uns für einen Fertighausfabrikant entschieden. Anfang November unterzeichneten wir den Werkvertrag. Ein aufregender Moment :-).
  • Anfang Dezember: Die Bestätigung des Werkvertrages ist endlich per Post eingetrudelt. Wenige Tage später meldet sich der Architekt für eine Terminvereinbarung Mitte Januar zur Hausplanung. Darauf freuen wir uns schon.

2015

  • Mitte Januar: Das wichtige Planungsgespräch mit dem netten und geduldigen Architekten ist geschafft, circa 8 Stunden hat es gedauert. Es gab ein paar Planungshürden zu meistern, aber wir sind mit den Lösungen sehr zufrieden. Jetzt heißt es Warten auf die Vorabzüge.
  • Ende Februar: Die Vorabzüge sind endlich eingetroffen! Ein paar kleine Fehler haben wir nach gründlicher Durchsicht der Pläne gefunden. Außerdem haben wir noch den ein oder anderen Änderungswunsch, aber nichts Großartiges.
  • Mitte April: Der Bauantrag ist da! Unzählige Unterschriften sind nötig und auch Nachbarn müssen unterschreiben. Eine Woche später geben wir den Antrag bei der Gemeinde ab, damit bei der nächsten Gemeinderatssitzung über unsere 3 gewünschten Abweichungen vom Bebauungsplan abgestimmt werden kann.
  • Mitte Mai: Juhu, die Gemeinde hat unseren Abweichungswünschen zugestimmt! Jetzt wird der Bauantrag zum zuständigen Bauamt weitergeleitet. Die endgültige Baugenehmigung dürfte nur noch Formsache sein.
  • Mitte Juni: Eine große Mappe kommt per Post, was da wohl drin sein mag? Es ist… die Baugenehmigung! Jetzt haben wir schwarz auf weiß grünes Licht zum Bauen, ein tolles Gefühl!
  • Anfang Juli: Bemusterung! Hier werden in 2 Tagen zahlreiche Ausstattungsentscheidungen zu unserem Haus getroffen (Fassadenfarbe, Fliesen, Bäder, Elektro usw.). Es war zwar manchmal etwas anstrengend, aber insgesamt wirklich eine spannende und einmalige Sache. Das sollte man einmal erlebt haben.
  • Mitte Juli: Eine Woche nach der Bemusterung ist der nächste Schritt zu unserem Traumhaus getan… wir haben eine Küche gekauft! Ende Mai hatten wir das erste Küchenstudio besucht (letztendlich waren es 3 plus ein Angebot per Mail). In den Wochen darauf kamen wir unserer geplanten (und bezahlbaren ;-)) Traumküche immer näher. Ein Küchenstudio in der Nähe hat uns schlussendlich am ehesten überzeugt, sowohl vom Preis, als auch von der Leistung her. Wir sind jedenfalls sehr zufrieden mit unserer Wahl.
  • Mitte Juli: Es geht in diesem Monat Schlag auf Schlag. Denn wiederum eine Woche nach dem Küchenkauf haben wir uns endlich für einen Erdbauer entschieden. Anfang Juni hatten wir mit der Ausschreibung begonnen und 13 Tiefbaufirmen angeschrieben. Nur langsam trudelten danach die Angebote bei uns ein (teilweise erst nach mehrmaliger Nachfrage), Viele haben auch abgesagt. 3 Unternehmen kamen in die engere Auswahl. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dann entschieden und sind fest davon überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben.
  • Ende Juli: Ja, dieser Monat ist echt stressig… nur 3 Tage nach der Entscheidung für den Erdbauer findet das erste Baustellengespräch statt (wir hatten es hier etwas eilig, da der Tiefbauer wegen seinem Urlaub eventuell früher anfangen will). Hier wird mit Keller-Bauleiter, Erdbauer und den Versorgern der Beginn und der anfängliche Verlauf der Bauphase geplant. Ein spannender Termin, wo einem klar wird, dass es bald wirklich losgeht.
  • Ende August: Die lange Planungszeit ist endlich vorbei! Jetzt wird es ernst, denn die Erdarbeiten haben begonnen. Ein komisches und zugleich tolles Gefühl wenn plötzlich ein großer Bagger am Grundstück rum gräbt ;). Der Erbauer leistet gute und saubere Arbeit, schon nach 4 Tagen ist die Grube fertig für den Kellerbauer. Der Keller kann also kommen!
  • Mitte September: Kelleraufstellung! Mit Hilfe eines großen Krans fliegen die Fertigteile in die Baugrube und werden dort zusammengesetzt. Ein schönes Erlebnis, jetzt steht der untere Teil des Hauses, es geht voran!
  • Ende September: Nach dem Kellerbau ist nun der Erdbauer wieder am Werk (Entwässerungsleitungen legen, Grube verfüllen… und so weiter), alles muss für die Hausstellung vorbereitet werden.
  • Anfang Oktober: Die Fertiggarage wird in einem Stück geliefert. Gefällt uns sehr gut! Damit sind wir wieder einen Schritt vorangekommen.
  • Mitte Oktober: Der große, langersehnte Tag ist da… das Haus kommt! Nach einem Tag steht schon fast das komplette Haus, Wahnsinn! Die Bauweise eines Fertighauses macht das möglich (die Wände werden im Werk gebaut und dann auf der Baustelle zusammengesetzt). Es war jedenfalls einer der aufregendsten Tage unseres Lebens. In den Tagen nach der Hausmontage wurde dann auch schon mit dem Innenausbau begonnen.
  • Ende Oktober: Es geht Schlag auf Schlag dank einer hervorragenden Gewerke-Organisation: Die Heizungs- und Sanitärarbeiten sind am Laufen, gleich danach kommt auch schon der Estrich, der ab sofort einige Zeit trocknen bzw. „schwitzen“ muss.
  • Ende November: 4 Tage Spachtelarbeiten! Das Haus wird immer wohnlicher :).
  • Dezember: Die Malerarbeiten finden statt und Mitte Dezember ist der Fliesenleger bei der Arbeit. Noch ein paar Wochen Geduld haben, dann können wir in unser Traumhaus einziehen. Wir freuen uns schon sehr!

2016

  • Januar: Zu Beginn des Monats wird die Endmontage gemacht (Bäder fertiggestellt, Ofen aufgestellt etc.), Mitte des Monats wird der Boden verlegt sowie die Türen eingebaut und am Monatsende findet die Hausabnahme statt (bis auf kleinere Mängel, die noch behoben werden, gab es nichts zu beanstanden).
  • Mitte Februar: Diesen Tag haben wir lange herbeigesehnt, wir ziehen endlich in unser Traumhaus ein! Der Umzug war zwar anstrengend, aber alles ging zum Glück so gut wie reibungslos über die Bühne :-). Ein großes DANKE an alle!

Weitere Beiträge von mir zum Thema „Fertighausbau“: