Daytrading lernen & Daytrader werden: Warnung und Tipps

Regelmäßig Geld verdienen mit Daytrading (was ist das?)… diesen Traum haben viele Anleger. Sie wollen dann das Daytrading lernen und dann Daytrader werden. Wer das wirklich will, für den habe ich gleich ein paar Tipps, Hinweise und Informationen parat. Zuvor aber eine ausdrückliche Warnung: Daytrading ist sehr gefährlich! Wem das nicht richtig bewusst ist, sollte unbedingt hier die Grundlagen-Artikel zu Daytrading, CFDs und Forex lesen.

Daytrader werden: Für welche Anleger ist dieser Weg überhaupt geeignet?

Ich selbst betreibe kein Daytrading und empfehle es auch keinem. Für die allermeisten Privatanleger ist Daytrading auch nichts, vor allem nicht für blutige Börsenanfänger. Trotzdem gibt es natürlich Investoren, die vielleicht hier ihr Glück finden werden (auch wenn die Chancen dazu nicht sehr hoch sind).

Meiner Meinung nach ist Daytrading womöglich für Anleger geeignet, die…

  • …schon über einen längeren Zeitraum regelmäßige und erfolgreiche Anlageerfahrungen mit normalen, weniger riskanten Finanzprodukten haben (zum Beispiel Aktien, Fonds, diverse Zertifikate etc.).
  • …einen Hang zum Nervenkitzel haben bzw. denen normale Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere auf Dauer zu langweilig sind.
  • …genau wissen was Sie tun und sich demzufolge zuvor sehr gut und intensiv zum Daytrading weiterbilden.
  • …sich dem hohen Verlustrisiko des Daytradings bewusst sind und damit umgehen können (ganz wichtig: Gutes Money Management).
  • …zur Not bei Totalverlust auf das investierte Geld verzichten können.
  • …psychologisch stark bzw. gefestigt sind und dem Druck standhalten können (Börsen- bzw. Tradingpsychologie lernen!). Daytrading ist nämlich emotional sehr fordernd und keine leichte Angelegenheit. Man muss zum Beispiel schnell und oft schwierige Handelsentscheidungen treffen, Misserfolge bzw. Verluste verkraften und so weiter.
  • …keine falschen Erwartungen an die Erfolgsaussichten haben. Denn nur wenige können anscheinend vom Daytrading wirklich leben, auch wenn es teilweise in den Börsenmedien einen anderen Anschein hat. Erfolgreiches Daytraden schaffen nicht viele.

Fazit: Daytading-Interessierte sollten in meinen Augen alle (!) der eben genannten Punkte erfüllen, wenn man tatsächlich Daytrader werden will.

Mit diesen Büchern das Daytrading lernen

Wen man Daytrading studieren und Daytrader werden will, dann muss man sich natürlich auch gutes und tiefgehendes Wissen aneignen. Je mehr, desto besser. Ohne diesen Lernweg ist es quasi so gut wie unmöglich, auf Dauer ein erfolgreicher Daytrader zu sein. Vor allem in den folgenden Themengebieten sollte man sich unbedingt ausgiebig einlesen: Handelsstrategien, Analysewerkzeuge, Money Management und die Börsenpsychologie.

Wer ins Daytrading einsteigen will, muss in diesen Grundlagenbereichen deutlich besser Bescheid wissen als ein Otto-Normal-Aktienanleger. Man sollte das Gelernte natürlich auch verstehen und anwenden können, das ist klar.

Folgende Bücher sind empfehlenswert, um wichtige Grundlagen für das Daytrading zu erlernen:

Noch mehr Bücher über Trading bzw. Daytrading stelle ich hier vor:

Noch 3 ganz wichtige Tipps für Anleger, die Daytrader werden wollen

  1. TIPP: Ganz wichtig ist es, sich eine gute Strategie zu suchen. Ohne eine Strategie, die zu einem passt, wird man höchstwahrscheinlich untergehen. Man sollte sich an diese Strategie auch eisern halten können und nicht ständig zwischen verschiedenen Strategien hin- und herspringen.
  2. TIPP: Bei Interesse am Daytrading sollte man auf jeden Fall erst mal das Trading mit einem Demokonto üben (beispielweise bei FXFlat und Lynx Broker kann man so ein Übungskonto gratis eröffnen). So kann man ohne Risiko mit Spielgeld Erfahrungen sammeln und allen voran verschiedene Handelsstrategien testen (siehe Tipp 1), um die richtige zu finden, die womöglich zum Erfolg führt. Und nach dem Training, wenn man dann überhaupt noch Interesse am Daytrading hat, sollte man erst langsam und vorsichtig in den echten Handel einsteigen. Man muss sich auch bewusst sein, dass ein eventueller Demokonto-Erfolg noch lange kein Echtgeld-Erfolg garantiert. Diesen Fehler machen viele und sind dann zu leichtsinnig und zu selbstbewusst in ihren Handelsentscheidungen, was nicht selten zu Verlusten führt. Die Enttäuschung und Frustration ist dann groß. Echtes Geld zu investieren ist nämlich eine ganz andere Liga und psychologisch viel anstrengender.
  3. TIPP: Wenn sich tatsächlich entschließt ins Daytrading einzusteigen, dann sollte man besser nur einen überschaubaren Teil seiner Investitionssumme in diesem Bereich riskieren, vor allem zu Beginn, und gleichzeitig den Großteil in weniger spekulative Finanzprodukte anlegen. Ganz nach dem Motto: „Mit diesem Teil will ich an der Börse bewusst zocken und bin mir im Klaren, dass dieses Geld sehr riskant angelegt ist. Einen eventuellen starken Verlust oder sogar Totalverlust kann ich zur Not verschmerzen.“

Artikel-Tipp zum Abschluss:

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