Definition: Was ist Festgeld bzw. ein Festgeldkonto?

Was ist Festgeld? Hier die Definition: Festgeld bzw. ein Festgeldkonto ist eine Möglichkeit der Geldanlage für sicherheitsbewusste Anleger. Mit einem Festgeldkonto kann man für einen festgelegten Zeitraum Geld mit festen Zinsen anlegen. Der Oberbegriff von Festgeld ist „Termingeld“ (von einigen Anlegern wird Festgeld daher auch als Termingeld bezeichnet). Ein Festgeldkonto kann man bei der Bank nebenan oder einfach und schnell im Internet eröffnen.

Was ist Festgeld?Bei Eröffnung legt man eine bestimmte Laufzeit fest, wie lange das Geld fest angelegt werden soll (das können mehrere Wochen bis mehrere Jahre sein). Während dieser sogenannten Anlagedauer kommt man daher nicht an das Geld ran, da man das Konto meist nicht auflösen darf. Ausnahme: Manche Banken gewähren eine Kontoauflösung während der Festgeldkonto-Laufzeit, jedoch häufig unter Zinsverlust. WICHTIG: Man sollte sich daher vor einer Festgeldanlage genau überlegen, wie lange man wirklich auf das Geld verzichten kann. Man sollte sich vorher fragen, welche großen Anschaffungen man in Zukunft plant und auf welche anderen Ersparnisse man in Notfällen zurückgreifen kann.

Warum gibt es die festgelegte Anlagedauer? Weil die Banken so besser mit dem Geld arbeiten und daher bessere Zinsen zahlen können. In der Regel steigen also die Zinsen mit einer erhöhten Anlagedauer (also je länger man das Geld fest anlegt, desto höhere Zinsen kassiert man). Auch ein erhöhter Anlagebetrag kann einen besseren Zinssatz bedeuten. Die Zinsen werden meist jährlich ausbezahlt, bei manchen Banken aber auch monatlich oder vierteljährlich.

Tagesgeld: Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Was sind die Vorteile eines Festgeldkontos?

  • Ihr Geld ist sehr sicher angelegt: Bei eventueller Insolvenz der Bank ist Ihr Geld in Deutschland und Europa durch die Einlagensicherung geschützt (die staatlich garantierte und europaweite Einlagensicherungsgrenze liegt bei 100.000 Euro).
  • Geringer Zeitaufwand: Konto eröffnen, Anlagedauer und Anlagebetrag wählen, dann Geld einzahlen. Jetzt vermehren die Zinsen in Ruhe Ihr Geld. Sie können sich zurücklehnen und müssen nicht ständig Kurse beobachten wie bei anderen stressigeren Geldanlagen (Vergleich hier).
  • In der Regel sind die Zinsen beim Festgeld deutlich besser als bei einem Girokonto oder Sparbuch.
  • Der Zinssatz gilt beim Festgeld für die gesamte vereinbarte Anlagedauer (keine schwankenden Zinsen möglich, was aber bei steigenden Zinsen auch ein Nachteil sein kann).
  • Für kurzfristige und längerfristige Anleger geeignet, da man auf einem Festgeldkonto Geld kurz oder lange anlegen kann (wenige Monate bis mehrere Jahre, je nach persönlichem Wunsch).
  • Einfache Handhabung: Schnell zum Beispiel im Internet Konto eröffnen und dann schon kurze Zeit später dank einfachem Online-Banking das Konto bedienen.
  • Keine Kontoführungsgebühren bei den meisten Banken (trotzdem dies immer nachprüfen vor einer Festgeldkonto-Eröffnung).

Was sind die Nachteile eines Festgeldkontos?

  • Eingeschränkte Verfügbarkeit: Das Geld ist nicht jederzeit verfügbar (wie zum Beispiel beim Tagesgeld) und daher im wahrsten Sinne des Wortes „fest“ angelegt für die gesamte Anlagedauer.
  • Festgeld lohnt sich kaum, wenn man das Geld nur kurz anlegen will (wegen geringer Zinsen).
  • Geringere Renditechancen im Vergleich zu anderen Geldanlage-Möglichkeiten (Aktien, Fonds etc.).
  • Man kann nicht von eventuell steigenden Zinsen profitieren, da die Zinsen während der Anlagedauer festgelegt sind.

Wann lohnt sich ein Festgeldkonto?

Ein Festgeldkonto ist vor allem für sicherheitsbewusste Geldanleger geeignet, die ihr Geld möglichst sicher mit guten Zinsen anlegen wollen und dabei definitiv für eine längere Zeit auf das angelegte Geld verzichten können.

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