Definition: Was sind Blue Chips, Mid Caps & Small Caps?

In der Börsenwelt liest von öfters von Blue Chips, Mid Caps, Small Caps und Micro Caps. Doch was verbirgt sich hinter diesen Bezeichnungen? Was versteht man darunter? Ich gebe in diesem Artikel eine Erklärung für Börseneinsteiger ab. Gehen wir dazu die Begriffe der Reihe mal durch:

Was sind Blue Chips?

Blue-Chips-Definition: Mit diesem Fachbegriff sind die größten und bekanntesten Aktien der Welt gemeint (teilweise auch Standartwerte bzw. Large Caps genannt). Das sind in der Regel Wertpapiere, die sich in den Leitindizes wie etwa DAX (Definition) und Dow Jones (Definition) befinden und demzufolge einen besonders hohen Börsenwert haben. Blue Chips werden normalerweise häufig von Anlegern gehandelt, so dass eigentlich immer ein ausreichendes Handelsvolumen gegeben ist.

Deutsche Blue-Chip-Aktien sind beispielsweise Volkswagen, Deutsche Telekom, Daimler und Allianz. Blue Chips sind also sehr umsatzstarke Unternehmen, die sich in der Wirtschaft fest etabliert haben. Da aus diesem Grund eine Insolvenz bei diesen Aktien eher unwahrscheinlich ist, zählen Sie zu den sichereren Aktien in der Finanzwelt (trotzdem können die Kurse dieser Wertpapiere natürlich schwanken).

Was sind Mid Caps, Small Caps und Micro Caps?

All das sind sogenannte Nebenwerte und damit genau die Aktien, die eben keine Blue Chips sind. Sie machen daher auch den größten Teil in der Aktienwelt aus. Hier die genauen Bedeutungen dieser Nebenwertebezeichnungen:

Mid-Caps-Definition: Als Mid Caps werden Aktien mit einem mittleren Börsenwert (=Marktkapitalisierung) bezeichnet. Das sind beispielsweise MDAX-Unternehmen. Bei einer anhaltend positiven Entwicklung kann es sein, dass ein Mid Cap in der Zukunft mal zu einem Blue Chip aufsteigt.

Small-Caps-Definition: Small Caps sind Aktien mit einem geringen Börsenwert (zum Beispiel SDAX-Aktien).

Micro-Caps-Definition: Diese Aktien haben einen sehr niedrigen Börsenwert und sind in der Regel in keinem Index vertreten. In diese Kategorie gehören auch die Pennystock-Aktien (Vorsicht!).

Nebenwerte: Höhere Renditechancen und steigendes Risiko

Bei Nebenwerten gibt es oft höhere Gewinnchancen als bei Blue-Chips. Das ist so, weil diese Firmen noch mehr oder weniger stark wachsen können und so die Erwartungen der Anleger noch leichter übertreffen können. Hohe Umsatz- und Gewinnsteigerungen wirken sich dann oft positiv auf den Aktienkurs aus.

Im Gegenzug können Aktienkurse von Nebenwerten bei schlechten Unternehmensentwicklungen auch schnell abstürzen (im schlimmsten Fall droht eine Insolvenz und die Aktie wird wertlos). Nicht selten handelt es sich bei Nebenwerten zudem um volatile Aktien. Das heißt, es kann zu starken Kursschwankungen kommen (gerade bei Micro Caps).

Sie sehen: Das Verlustrisiko ist bei Nebenwerten erhöht. Vor allem bei Micro Caps bzw. Pennystocks muss man aufpassen. Anfänger sind besser beraten, sich erst mal nur auf Blue Chips und Mid Caps zu konzentrieren.

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