Depotwechsel: Wie Depot übertragen?

Depotwechsel: Wie überträgt man ein Depot?Die Gründe, warum man ein Depot übertragen will, können vielfältig sein: Hohe Gebühren, schlechter Kundenservice, Unzufriedenheit mit der Technik, unzureichendes Leistungsangebot und so weiter. Aber das ist auch nicht so wichtig, jeder wird schon seinen eigenen Grund für einen Depotwechsel haben. Falls Sie noch unschlüssig sind, welchen neuen Broker Sie nehmen oder ob Sie Ihr Depot überhaupt wechseln sollten, dann lege ich Ihnen diese Artikel ans Herz: Bester Broker für Sie? und Depotkosten und Ordergebühren im Vergleich.

Wer sein Depot übertragen will, stellt sich in jedem Fall einige Fragen. Zum Beispiel: Wie wechselt man ein Depot? Wie hoch ist der Aufwand? Was kostet eine Depotübertragung? Auf diese und weitere Fragen werde ich jetzt eingehen.

Wie wechselt bzw. überträgt man eigentlich ein Depot?

Das ist eigentlich einfacher, als man denkt. Zuerst eröffnet man ganz normal ein neues Depot (am günstigsten ist eine Depoteröffnung bei einem Online-Broker). Dann müssen Sie ein bestimmtes Depotübertragungsformular ausfüllen und den Depotwechsel beauftragen. Den Depotwechsel-Auftrag können Sie bei Ihrer neuen oder alten Bank durchführen.

In der Regel macht man es aber bei der Bank, wo man das neue Aktiendepot eröffnet. Die Banken kümmern sich jetzt um den Rest und sorgen dafür, dass die Wertpapiere elektronisch auf das neue Depot eingebucht werden. Einige Banken kümmern sich auch um die Löschung des alten Depots (beispielsweise die ING-Diba und Consorsbank). Bei manchen Banken müssen Sie das jedoch selbst in die Wege leiten. Das ist vor allem wichtig, wenn dort Depotführungsgebühren anfallen. Und Gebühren für ein ungenutztes Wertpapierdepot wollen Sie sicher nicht zahlen, oder? 😉

Wie lange dauert die Depotübertragung?

Wie viel Zeit nimmt so ein Depotwechselvorgang in Anspruch? Das ist unterschiedlich. Wenn Sie das Depotübertragungsformular ausgefüllt und übermittelt haben, müssen Sie in der Regel aber höchstens circa 2 bis 4 Wochen warten, bis die Wertpapiere vom alten auf das neue Depot übertragen worden sind. Es kann auch nur ein paar Tage dauern oder bei Besitz von exotischen Wertpapieren auch mal länger als 4 Wochen.

Kann man während dem Depotübertrag mit den Wertpapieren handeln?

Nein, das geht nicht. In der Zeit, wo die Wertpapiere von der alten auf die neue Bank übertragen werden, können Sie keine Verkäufe ausführen. Sie können erst wieder handeln, wenn der Vorgang abgeschlossen ist.

Was kostet ein Depotwechsel?

Dank eines BGH-Urteils darf ein Depotwechsel für den Bankkunden nichts kosten. Die alte Bank darf Ihnen also bei einem Depotwechsel keine Gebühren aufbrummen. Es können jedoch Fremdkosten anfallen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Wertpapiere bei einer anderen Bank im Ausland gelagert sind.

Was es alles beim Depotwechsel zu beachten gibt, erfahren Sie in meinem Artikel Was beachten bei der Depotübertragung?. Zum Beispiel beantworte ich dort diese Fragen: Können Bruchstücke von Anteilen auf das neue Depot übertragen werden? Entstehen durch einen Depotwechsel Nachteile aus steuerlicher Sicht?

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