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Okt 24 2014

Hohe Renditen mit Aktien?! DAX in 2029 bei 32.000 Punkten?

Steht der DAX in 2029 vielleicht bei 32.000 Punkten? Wie komme ich zu dieser Frage überhaupt? Dazu muss ich etwas weiter ausholen: Mitte Oktober habe ich einen sehr interessanten Newsletterbeitrag im Geldanlage-Report gelesen. Diesen fand ich so gut, dass ich ihn hiermit nochmal auf meiner Webseite aufgreifen will. Hier der Link: Korrektur im DAX zum Kauf nutzen!?

Ich rate vor allem denjenigen, die noch nicht realisiert haben, welch hohe Renditen mit Aktien langfristig möglich sind, den Artikel zu lesen. Redakteur Armin Brack geht darin auf eine spannende Studie der Fondsgesellschaft StarCapital ein, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde (StarCapital ist Herausgeber einiger Investmentfonds und betreibt zudem unter anderem Kapitalmarktforschung).

Der renommierte Vermögensverwalter Peter E. Huber hat bei dieser Studie das vom Nobelpreisträger Robert J. Shiller entwickelte zyklisch adjustierte Kurs-Gewinn-Verhältnis der Vergangenheit (kurz „KGV10“ genannt) untersucht. Und zwar um herauszufinden, wie die mittelfristige bzw. langfristige Kursentwicklung an der Börse anhand der KGV10-Erkentnisse in der Zukunft möglicherweise verläuft. Das klingt jetzt etwas kompliziert. Herr Huber hat das aber gut erklärt. Für genauere Informationen rate ich daher jedem die interessante Studie hier selbst durchzulesen.

Studie prognostiziert: Der DAX könnte 2029 zwischen 20.100 und 32.000 Punkten stehen

Ich fasse jetzt mal grob die Kernaussagen des Geldanlage-Report-Artikels (bzw. der StarCapital-Analyse) zusammen:

  • Das zyklisch adjustierte KGV10 für den DAX ist aktuell unterdurchschnittlich
  • Langfristig gesehen konnte man mit Aktien in den vergangenen Jahrzehnten sehr gutes Geld verdienen (gemessen an der Entwicklung großer Indizes wie DAX und Dow Jones). Sogar im Durchschnitt mehr als mit Immobilien.
  • Die Chancen, dass die Aktienanlage auch in den nächsten Jahrzehnten ähnlich profitabel ist, stehen sehr gut. Laut der StarCapital-Studie wird der DAX im Jahr 2029 womöglich zwischen 20.100 und 32.000 Punkten notieren. Die Wahrscheinlichkeit für diese DAX-Prognose liegt auf Basis der Historiendaten bei 90%. Ungefähr genauso groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX nicht mehr unter 7.900 Punkte sinkt.
  • Das Problem bei vielen deutschen Anlegern ist, dass sie zu große Angst vor Kursverlusten haben. Dadurch berauben sie sich selbst der hohen Renditechancen, die Aktien bieten.

Fazit: Wie sollte man diese Erkenntnisse meiner Meinung nach einordnen?

Armin Bracks‘ Artikel in Verbindung mit der StarCapital-Studie ist vor allem eine gute Motivationslektüre, um den ängstlichen Anlegern in Deutschland Aktien „schmackhaft“ zu machen. Denn die langfristige Geldanlage in Aktien lohnt sich, das hat die Vergangenheit gezeigt. Und das wird hier plausibel vermittelt in meinen Augen.

Man sollte die Analyse natürlich nicht überbewerten und vor allem jetzt nicht die Erwartung haben, dass DAX und Co. sich so wie dort prognostiziert entwickeln. Schließlich kann keiner auf dieser Welt in die Zukunft schauen und wissen, wie die Aktienkurse in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verlaufen. Vielmehr sollten vor allem risikoscheue Anleger, die Angst vor Kursverlusten haben und ihr Geld lieber etwa auf Sparkonten etc. parken, realisieren, dass Aktien langfristig tatsächlich auch in Zukunft eine der vielversprechendsten Anlageklassen sind.

Und man muss auch gar nicht ein großer Aktienexperte werden, um mit Aktien Geld zu verdienen (ein gewisses Börsengrundwissen ist natürlich schon wichtig ;-)). Denn man muss gar nicht unbedingt auf Einzelaktien setzen. Die großen Indizes haben schließlich gezeigt, wie stark sie sich auf lange Sicht entwickeln (die Entwicklung von Indizes kann man beispielsweise mit börsennotierten Fonds, kurz ETFs, nachbilden). Nicht einmal vielen Börsenprofis gelingt es besser zu performen als DAX und Co. Man braucht sich hier nur mal die Kursverläufe der Aktienfonds anschauen, die meisten schlagen den DAX nicht. Und wenn man die bedeutenden Indizes nachbildet geht man in der Regel auch noch automatisch diversen Börsengefahren aus dem Weg (z.B. Pennystocks und hochgejubelte Schrott-Aktien).

Nutzen Sie auf kluge Weise die hohen Renditechancen, die Aktien bieten

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Starcapital-Analyse und der Geldanlage-Report-Beitrag zeigen wieder mal, wie lohnenswert Aktien allgemein sind. Man sollte nur gewisse Regeln befolgen: Allen voran besser langfristig als kurzfristig anlegen, nicht zu viel Angst vor Kursverlusten haben und auf starke Aktienunternehmen setzen.

Um zum Abschluss noch einmal auf meine Headline zurückzukommen: Was glaubt ihr, wie der DAX in 15 Jahren steht? Haltet ihr es für realistisch, dass er bis 2029 die 32.000-Punkte-Marke erklimmt? Oder sogar noch höher steigt? Oder seid ihr eher pessimistisch eingestellt und befürchtet, dass der wichtigste deutsche Aktienindex bis dahin deutlich niedriger dasteht? Gebt unten im Feld einfach eure Einschätzung ab, gerne auch mit einer kurzen Begründung. So oder so: Ich bin jedenfalls gespannt auf eure Kommentare! 🙂

Artikel-Tipp:

3 Kommentare

  1. Stefan

    Also ich erwarte bis 2025/2030 die nächste große Börseneuphorie, ähnlich dem Neuen Markt. Dann könnte der DAX noch locker bis 30.000 Punkte steigen, wahrscheinlich sogar noch höher.

    Auf diese Euphorie folgt natürlich ein Crash. Aber auch da bin ich mir sicher, dass die Börsen selbst bei einem Crash oder eine langjährigen Baisse nicht einmal auf 10.000 Punkte zurückfallen werden.
    Der DAX hat sich in 25 Jahren auch vervielfacht, trotz schwacher Börse in den letzten 14 Jahren.

    1. Aktien-Alex

      Vielen Dank für Deine interessante DAX-Einschätzung Stefan! 🙂

  2. Thomas Heier

    Hallo,

    ich gehe davon aus, dass der DAX noch weiter steigt – derzeit sind Aktien alternativlos. Irgendwann wird die Herde aber wo anders hin rennen und Aktien wieder fallen – der Grund dafür ist aber noch offen 🙂

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