Offene und geschlossene Fonds: Definition und Unterschied

Es gibt noch einen weiteren Unterschied bei den Fonds: Offene und geschlossene Fonds. Vorweg sei gesagt: Wenn man allgemein von „Fonds“ redet, dann sind jedoch meist die offenen Fonds gemeint. Denn geschlossene Fonds sind nicht so weit verbreitet wie offene Fonds. Aber was ist genau der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fonds? Hier eine Erklärung:

Definition: Was sind offene Fonds?

Offene Fonds sind ganz einfach gesagt die normalen Investmentfonds der Fondsgesellschaften. In diese offenen Fonds kann man jederzeit ein- und aussteigen und es gibt quasi eine unbeschränkte Anzahl an Fondsanteilen (und damit ist auch die Gesamtanlagesumme der offenen Fonds unbeschränkt). Und schon geht es weiter zur nächsten Definition.

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Definition: Was sind geschlossene Fonds?

Bei geschlossene Fonds ist das Gegenteil der Fall wie bei offenen Investmentfonds: Die Anzahl der Fondsanteile ist begrenzt. Denn wenn eine festgelegte Gesamtanlagesumme erreicht ist, wird der Fonds geschlossen. Sie können diese Fonds also auch nicht jederzeit kaufen und verkaufen (wie es bei offenen Fonds der Fall ist). Der Kauf ist lediglich während der sogenannten Zeichnungsfrist möglich. Das Geld bekommen Sie erst am Laufzeitende wieder (oder nur ein Teil davon). Was noch wichtig ist: Oft gibt es auch eine hohe Mindestanlage (unter 10.000 Euro kann man meist nicht einsteigen).

Warum gibt es geschlossene Fonds? Damit werden einzelne oder mehrere Objekte finanziert. Solche Objekte können zum Beispiel Immobilien (Ratgeber), Flugzeuge, Schiffe, Medienproduktionen und Energieprojekte sein. Beworben werden diese Fonds oftmals mit hohen Gewinnchancen. Die Laufzeit beläuft sich auf mindestens 10 Jahre.

Aufgelöst wird ein geschlossener Investmentfonds in der Regel durch den Verkauf des oder der finanzierten Wirtschaftsobjekte(s). Das Risiko beim Kauf geschlossener Fonds ist aber groß, denn der Anleger trägt ein vollständiges Verlustrisiko. Außerdem unterliegen geschlossene Fonds nicht dem Investmentgesetz. Man muss also selbst beurteilen, wie seriös der Anbieter ist (denn es gibt durchaus auch unseriöse Anbieter). Und dazu sollte man Erfahrung haben. Sie sehen, der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fonds ist sehr deutlich.

Meine Meinung zu geschlossenen Investmentfonds

Ich finde: Lassen Sie besser die Finger von geschlossenen Fonds, vor allem als Anfänger. Das ist eher was für erfahrene Anleger, da das Risiko nicht gering ist. Außerdem sind diese Fonds unflexibler als offene Fonds, da man diese nicht jederzeit kaufen und verkaufen kann. Wenn man zur Not also dringend das Geld braucht, kann man geschlossene Fonds meist nicht verkaufen. Denn geschlossene Investmentfonds werden in der Regel nicht an normalen Börsen gehandelt. Ein Verkauf ist zwar manchmal möglich, aber schwierig und oftmals mit deutlichen Verlusten verbunden.

Eine gute Chance zum Verkauf besteht vor allem dann, wenn der geschlossene Fonds eine gewisse Qualität hat. Auf dem sogenannten Zweitmarkt kann man seinen geschlossenen Investmentfonds eventuell verkaufen (Internetadresse: zweitmarkt.de). Man kann dort prüfen, ob es Kaufinteressenten für den Fonds gibt, den man verkaufen will (je höher die Nachfrage ist, desto höher ist die Chance auf einen guten Verkaufspreis).

Halten Sie sind als Fonds-Anfänger also besser an offenen Fonds. Mein Tipp: Bei der ING-DiBa kann man über 4.000 offene Fonds gebührenfrei (!) kaufen.

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