Spekulative Aktien meiden! Aber wie riskante Aktien erkennen?

Dass der Aktienhandel mit Verlustrisiken verbunden ist weiß eigentlich jeder. Aber wenn man spekulative Aktien meidet, kann man das Risiko deutlich reduzieren. Denn gerade als unerfahrener Aktienanfänger sollte man besser nur in sicherere Aktien investieren und besonders riskantere Aktienwerte links liegen lassen.

9 Kriterien, wie man spekulative Aktien erkennen kann

Ich werde Ihnen gleich zeigen, wie man riskante Aktien enttarnt. Mit diesem Wissen können Sie die Risiken des Börsenhandels ein ganzes Stück verringern, weil Sie womöglich besonders gefährlichen Aktienanlagen aus dem Weg gehen. Also legen wir los:

  • Niedriges Handelsvolumen: Sind die Umsätze einer Aktie an der Börse schwach oder vielleicht sogar gar nicht vorhanden, dann handelt es sich nicht selten um eine spekulative Aktie. In so einem Fall wird das Papier wenig an der Börse gehandelt und kaum einer interessiert sich dafür. Achtung: Ein plötzlicher Anstieg des Handelsvolumens kann zudem unter Umständen starke unberechenbare Kursschwankungen zur Folge haben.
  • Pennystocks: Pennystock-Aktien sind besonders billige Aktien (kosten oft nur wenige Cent). Meistens stecken hier riskante Werte dahinter. Viele Anleger haben schon mit gefährlichen Pennystock-Zockereien viel Geld verloren. Finger weg! Mehr Infos: Pennystocks meiden.
  • Unbekannte Firmen: Aktien von Unternehmen, deren Name Sie noch nie gehört haben, sollten Sie erst mal eine Portion Skepsis entgegenbringen. Prüfen Sie dann vor einer möglichen Investition nach, wie bekannt die Firma hierzulande oder auf der Welt ist. Kleine Firmen können nämlich ganz schnell wieder von der Bildfläche verschwinden (oft Insolvenz bei anhaltender Erfolglosigkeit).
  • Die Aktie ist nicht in einem Index gelistet: Kleine riskante Aktien schaffen es normalerweise nicht in einen angesehenen Index (was ist ein Index?). Nur in der Wirtschaft etablierte Aktienunternehmen werden hier in der Regel aufgenommen.
  • Unbekannte ausländische Aktien: Hier ist Vorsicht geboten. Denn in einigen anderen Ländern gibt es nicht so strenge Regeln für einen Börsengang wie etwa hier in Deutschland. Dadurch können zwielichtige und erfolglose Firmen leichter an die Börse gehen. Bei Emerging-Markets-Aktien aus kleinen Entwicklungsländern sollte man besonders aufpassen.
  • Schlechte Internetpräsenz: Über das World Wide Web lässt sich bekanntlich einiges herausfinden. Wenn eine Firma einen undurchsichtigen oder gar keinen eigenen Internetseite hat auftritt und/oder in den Medien kaum präsent ist, sollte man misstrauisch sein (zum Beispiel wenn kaum oder gar keine Geschäftsberichte, News etc. veröffentlicht werden).
  • Die Aktie ist noch nicht lange am Markt: Die Rede ist von Neuemissionen (auch IPOs genannt). Wenn eine Aktiengesellschaft erst frisch an der Börse ist oder kurz davor steht, kann man dieses Aktienpapier noch schlecht einschätzen, weil man keine Erfahrungswerte hat. Auch Experten tun sich oft schwer, die Entwicklungsaussichten und Renditechancen dieser Werte einzuordnen bzw. Prognosen anzugeben. Dadurch ist hier ein höheres Risiko gegeben.
  • Starke Kursschwankungen in der Vergangenheit: Bei Aktien, die in der letzten Zeit viele Auf und Abs durchmachen mussten, besteht die erhöhte Gefahr, dass dies auch in Zukunft weitergehen wird. Diese volatilen Aktien sind daher oft unberechenbar.
  • Die Aktie wird in zwielichtigen Quellen empfohlen: Lassen Sie grundsätzlich die Finger von Aktienempfehlungen, die per Spam-E-Mails, Faxe oder anderen Medien eintrudeln (obwohl man sich nirgendwo dafür angemeldet hat). Meist handelt es sich hier um Abzocker-Aktien. Mehr Infos: Gefährliche Aktientipps.

Bleiben Sie riskanten Aktien besser fern!

Es gibt sicher noch weitere Punkte, wie man spekulative Aktien erkennen kann, aber die wichtigsten sollten oben aufgeführt sein, denke ich. Am besten Sie schreiben sich jeden einzelnen Punkt hinter die Ohren :-). Wenn Sie das tun und die Tipps befolgen, dann sind Sie einem langfristigen Börsenerfolg ein ganzes Stück näher.