Teuerste Aktie und billigste Aktie der Welt?

Fast jeder Anleger fragt sich sicher irgendwann einmal, was den die billigste und/oder teuerste Aktie auf dem Börsenparkett ist. Im folgenden Artikel werde ich mich diesem Thema mal annehmen und Antworten liefern. Dabei werde ich auch ein paar wichtige und grundlegende Hinweise geben, die sich jeder Aktienanfänger merken sollte.

Was ist die teuerste Aktie der Welt?

Bei der teuersten Aktie handelt es sich zweifellos um die A-Aktie von Berkshire Hathaway. Das Unternehmen ist ein Beteiligungskonzern des Börsengurus Warren Buffett (Wer ist Warren Buffett?).

Eine einzelne Aktie dieser Firma kostet aktuell (Stand: Mitte November 2014) sage und schreibe über 200.000 US-Dollar. Das nenne ich mal einen Apothekerpreis, nicht wahr? 😉 Keine Aktie auf dem Globus kommt hier auch nur ansatzweise ran.

Und welche ist die billigste Aktie am Aktienmarkt?

Hier lässt sich keine spezielle Aktie mit dem niedrigsten Kurs nennen. Die billigsten Aktien sind nämlich allesamt ultrabillige Pennystock-Aktien bzw. Pfennigaktien, die unter 1 Cent kosten. Ja, Sie haben richtig gelesen: Es gibt Aktien, die nicht mal 1 Cent kosten (der gegenwärtige Preis solch eines Pennystocks kann durchaus auch nur 0,001 Euro oder sogar 0 Cent sein).

Aber Finger weg von diesen Wertpapieren! Das sind oft wertlose Aktien die keiner mehr haben will und dessen Firmen (kurz) vor der Insolvenz stehen oder sogar schon Insolvenz angemeldet haben. Diese Papiere sind quasi meist nichts mehr wert und keinesfalls günstig, also regelrechter Aktienmüll. Kurssteigerungen sind zwar möglich, aber oftmals sehr unwahrscheinlich. Meiden Sie daher unbedingt jegliche Pennystock-Empfehlungen, die im Internet und per E-Mail umherschwirren.

Sie sehen: Die billigsten Aktien sind zumeist alles andere als billig. Auch bei teuren Aktien muss es sich aber nicht unbedingt automatisch um gute Aktien handeln.

Beispiel: Eine Aktie, die momentan 2 Euro an der Börse kostet, muss keinesfalls schlechter sein, als eine Aktie die etwa 100 Euro kostet. Der Kurs einer Aktie muss also nicht unbedingt etwas über die Qualität der Aktie aussagen.

Auch eine „teure“ Aktie kann günstig sein und aussichtsreiches Kurssteigerungspotenzial haben. Bei so manchem hochpreisigen Papier handelt sich demnach um ein Aktienschnäppchen, wo noch deutlich höhere Kurse möglich sind.

Aber wenn man es am Kurs nicht sieht, wie findet man dann heraus, ob eine Aktie günstig ist? Die Lösung dafür liefert eine Aktienanalyse. Wer auf der Suche nach günstigen Aktien ist, der sollte unter anderem die fundamentale Wertpapierkennzahl „Kurs-Gewinn-Verhältnis“ (kurz: KGV) im Auge behalten. Hier erfahren Sie mehr darüber: Unterbewertete Aktien finden.

Fazit: Am Aktienkurs kann man meist nicht ablesen, ob eine Aktie teuer oder billig ist

Machen Sie also nicht den Fehler Aktien anhand ihres aktuellen Börsenkurses zu bewerten (Ausnahme: Die oben erwähnten Pennystocks sind tatsächlich oft Schrott, weil sie fast nichts kosten). Nicht wenige Kleinanleger sind schon in diese Falle getappt und haben sich dadurch schlechte Aktien ins Depot geholt.

Wer sich trotzdem für die billigsten Aktien interessiert (aus welchem Grund auch immer), für den habe ich zum Abschluss noch ein Online-Tool-Tipp. Denn es gibt im Internet bestimmte Services mit denen man Aktien, die zuletzt stark gefallen und damit vom Kurswert her aktuell teilweise besonders billig sind, auflisten kann. Onvista.de bietet hier etwa so ein Top-Flop-Tool an (nach „Flop“ sortieren und beim Zeitraum „1 Jahr“ wählen). Die zur Zeit teuersten Aktien kann man sich dort aber nicht anzeigen lassen (nur die Werte, wo am stärksten gestiegen sind).