Vergleich: Tagesgeld oder Festgeld? Unterschied?

Die Deutschen sind ein Volk der eisernen Sparer. Und daran wird sich wohl so schnell auch nichts ändern. Vor allem das Sparen mit einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Grund genug, um diese beiden Formen der sicheren Geldanlage mal zu vergleichen: Wo liegen die Unterschiede? Ist Tagesgeld oder Festgeld die bessere Anlageform?

Vergleich: Tagesgeld und Festgeld im Überblick

Zu beiden Sparformen habe ich jeweils 3-teilige Artikelserien geschrieben:

Tagesgeld-Einsteiger-Infos:

1. Was ist Tagesgeld? Was sind die Vor- und Nachteile?
2. Bestes Tagesgeldkonto finden: Was Sie bei Tagesgeld-Angeboten beachten müssen
3. Mit dem Tagesgeldrechner Tagesgeldzinsen vergleichen

Festgeld-Einsteiger-Infos:

1. Was ist Festgeld? Vor- und Nachteile?
2. Bestes Festgeldkonto finden: Was bei Festgeld-Angeboten beachten?
3. Mit dem Festgeldrechner aktuellen Festgeld-Zinsen-Vergleich machen

Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld?

Der Unterschied ist im Grunde nicht allzu groß, da man schließlich bei beiden Geldanlagearten Zinsen für angelegtes Geld bekommt. Einen Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld gibt es vor allem bei der Verfügbarkeit des Anlagebetrages: Beim Tagesgeld ist das angelegte Geld jederzeit verfügbar. Bei Festgeld dagegen, wie der Name schon sagt, ist das Geld fest angelegt. Das heißt, man kommt während der festgelegten Anlagedauer nicht an das Festgeld ran.

Was ist besser? Tagesgeld oder Festgeld?

Das lässt sich so pauschal natürlich nicht beantworten. Beides hat Vor- und Nachteile, wie der obere Vergleich verdeutlicht. Es kommt also ganz auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse an, ob für Sie Tagesgeld oder Festgeld besser ist. Grundsätzlich kann man folgendes sagen: Wenn Sie unbedingt jederzeit Zugang zum Geld haben möchten, dann ist Tagesgeld die beste Wahl für Sie. Wenn Sie dagegen längere Zeit auf das Geld verzichten können und möglichst hohe Zinsen einheimsen wollen, dann ist Festgeld das Richtige für Sie.

Bei niedrigen Anlagebeträgen gibt es noch einen Vorteil beim Tagesgeld gegenüber Festgeldanlagen: Denn bei Tagesgeldkonten ist meist kein Mindestanlagebetrag nötig (im Gegensatz zu Festgeldkonten). So kann man dann schon bei kleinen Geldsummen von Tagesgeldzinsen profitieren.

Für viele Anleger spielen bei der Wahl zwischen Tagesgeld und Festgeld auch die aktuelle Leitzinsentwicklung eine Rolle: Herrscht momentan ein niedriges allgemeines Zinsniveau, dann ist Tagesgeld meist die bessere Wahl (bei steigenden Zinsen kann man dann flexibel und schnell auf eine Festgeldanlage umsteigen). Herrscht stattdessen aktuell ein hohes Zinsniveau, dann lohnt sich oftmals eher eine Festgeldanlage (so profitiert man auf jeden Fall dank des festgesetzten Zinssatzes beim Festgeld längere Zeit von den hohen Zinsen).

TIPP: Natürlich muss man sich nicht zwingend zwischen Tages- und Festgeld entscheiden. Man kann auch beides kombinieren. So kann man einen Teil des Geldes in Festgeld und den anderen Teil in Tagesgeld stecken. Je nach aktuellem Zinsniveau kann man dann entweder Tages- oder Festgeld bevorzugen. Vor allem wenn man unschlüssig ist, dann ist eine Mischung aus Tagesgeld und Festgeld oft eine sinnvolle Lösung.

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