Wann Aktien verkaufen? Wie lange halten?

Nach dem Kauf einer Aktie stellt sich natürlich die Frage, wie lange man diese halten bzw. wann wieder verkaufen sollte. Und wie beim Aktienkauf sollte man hier nicht aus dem Bauch heraus, sondern strategisch nach einem festen System vorgehen.

Vor allem Stop-Loss-Handelsaufträge (sogenannte Stoppkurse) und die Strategiekriterien der eigenen Börsenstrategie (warum ist eine wichtig?) sind hierbei unter Privatanlegern 2 beliebte Hilfsmittel.

Dadurch vermeiden Sie möglicherweise, dass Sie Aktien zu früh verkaufen wenn sie in der Gewinnzone sind oder dass Sie abstürzende Aktien in der Hoffnung auf eine Kurserholung zu lange halten. Wie genau Sie Fehler dieser Art umgehen können, sage ich Ihnen jetzt.

Wie lange Aktien halten? Wann Aktien verkaufen? Diese 2 Tipps helfen

1. Tipp: Stoppkurse benutzen.

Diese sogenannten Stop-Loss Orders sind Verkaufsaufträge, die man nach einem geglückten Aktienkauf bei seinem Broker ausführt. Hiermit wird eine Aktie automatisch veräußert, wenn ein bestimmter Kurs unterhalb des Einstiegspreises erreicht bzw. unterschritten wird.

Durch dieses hilfreiche Aktienhandelswerkzeug ist man vor möglichen größeren Verlusten geschützt. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch möglich, dass man so unglücklich ausgestoppt wird, weil ein weiterer Kursabsturz doch nicht eintritt (Stopps können sich also auch nachteilig auswirken, das sollte man wissen).

Mehr zu Stoppkursen habe ich hier geschrieben (wie man Stopps setzt etc.): Was ist Stop-Loss?

2. Tipp: Auf die eigene Aktienauswahlstrategie vertrauen.

Falls Sie noch keine Aktienauswahlstrategie haben, dann suchen Sie sich unbedingt eine (Einsteigerhinweise: Handelsstrategie-Grundlagen und 4 Börsenstrategien vorgestellt). Eine gute Anlagestrategie ist nämlich enorm wichtig, um an der Börse auf lange Sicht erfolgreich zu sein. Und die Kriterien einer Börsenstrategie helfen nicht nur, um aussichtsreiche Aktien aufzuspüren, sondern oft auch, um herauszufinden, ob eine gekaufte Aktie noch haltenswert ist.

Von Zeit zu Zeit ist es sinnvoll, anhand eines Strategie-Checks zu überprüfen, ob die Wertpapiere noch die (meisten) Kriterien der angewandten Strategie erfüllen. Je nach Strategie sind das meist fundamentale und/oder charttechnische Punkte, die analysiert werden. Wenn bei einer Aktie der erneute Check negativ ausfällt, sollte man diesen Wert womöglich besser verkaufen.

Bei einer langfristigen Stock-Picking-Strategie (hier erklärt) mit Qualitätsaktien könnte man zum Beispiel die gekauften Aktien alle 6 bis 12 Monate (oder häufiger) prüfen und unter Umständen je nach Analyse-Ergebnis die eine oder andere austauschen.

Hinweis: Genau so mache ich es etwa bei meiner selbst entwickelten Wohlfühlaktien-Strategie (eine einfache Aktienauswahl-Methode, um aussichtsreiche und möglichst risikoarme Aktien aufzuspüren). Ich stelle diese einsteigerfreundliche Strategie auch in einem eBook vor und erkläre genau, wie ich dabei vorgehe (hier mehr Infos).

Fazit:

Zumindest eines der beiden vorgestellten Hilfsmittel sollte man anwenden, um geeignete Verkaufszeitpunkte zu bestimmen (insbesondere wenn man aktiv statt passiv in Aktien investiert). Dadurch vermeidet man, dass man ziellos und von Emotionen getrieben Aktien verkauft oder zu lange an Aktien festhält, die immer weiter fallen. Diese Vorgehensweise ist ein wichtiger Schritt, um an der Börse erfolgreich zu sein.

Abschluss-Empfehlung: Wer will, aus welchem Grund auch immer (Unsicherheit, Zeitmangel etc.), kann sich natürlich auch Expertenhilfe suchen. Denn es gibt zum Beispiel viele Börsendienste, die ihren Lesern genaue Ein- und Ausstiegssignale zu Aktien und anderen Finanzprodukten liefern. Unglücklicherweise existieren meiner Meinung nach eine Vielzahl an Börsenbriefen, die keine zufriedenstellende Leistung liefern oder völlig überteuert sind. Ich kann aus eigener Erfahrung den preiswerten und qualitativ überzeugenden Geldanlage-Dienst „Rendite-Spezialisten“ empfehlen. Warum? Das kann man hier in meinem Test nachlesen.

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