Was ist BaFin? Definition & Erklärung

Das Wort „BaFin“ hat wohl fast jeder schon einmal gehört, der sich etwas intensiver um seine Geldanlagegeschäfte kümmert. Aber was ist die BaFin genau? In den folgenden Zeilen gebe ich eine Erklärung ab.

Was ist BaFin? Definition des Begriffs

Das Wort „BaFin“ ist die Abkürzung für „Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht“. Die BaFin wurde 2002 gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und in Bonn. Es handelt sich hierbei um eine rechtsfähige und öffentliche Bundesanstalt, die der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesfinanzministeriums untersteht.

Ihr Ziel ist es, ein funktionierendes, stabiles und vertrauenswürdiges Finanzsystem zu schaffen bzw. aufrechtzuerhalten. Die BaFin wird aber nicht vom Staat finanziert, sondern von Gebühreneinnahmen (Gebühren werden bei den Unternehmen erhoben, die sie überwacht). Beaufsichtigt und reguliert werden hauptsächlich die Aktivitäten von (Direkt-)Banken, Finanzdienstleister, Versicherungsgesellschaften und der Handel mit Wertpapieren.

Was macht die BaFin alles? Die wichtigsten Aufgabenbereiche im Detail

  • Regulierung von Banken & Co.: Halten sich die Banken bzw. anderen Finanzdienstleister an die bestehenden Gesetze? Stehen sie finanziell auf festen Beinen? Das und mehr prüft die die Behörde.
  • Die BaFin kann auf Bankkontodaten zugreifen, beispielsweise um Geldwäsche aufzudecken.
  • Die Finanzmarktaufsichtsbehörde kontrolliert außerdem den Börsenhandel und versucht, Anleger vor Finanzbetrügereien zu schützen (Bekämpfung von Insiderhandel, Kursmanipulationsversuchen etc.). Oder sie greift auch mal in Krisenzeiten zur Schadensbegrenzung ein. Etwa während der Finanzkrise 2008: Hier wurde für eine bestimmte Zeit der Leerverkauf (Definition) bestimmter Aktienpapiere verboten.
  • Die BaFin achtet zum Beispiel auch mit anderen europäischen Aufsichtsbehörden darauf, dass die komplexe Finanzwelt nicht zu komplex für den Otto-Normal-Anleger wird (einheitliche Finanzprodukte etc.).
  • Man nimmt Beschwerden von Kunden entgegen und leitet gegebenenfalls weitere Schritte ein (wenn man zum Beispiel ein schwerwiegendes Problem mit einer Bank hat und keine Lösung in Aussicht ist, kann man sich an die BaFin wenden).

Fazit: Die BaFin ist also in erster Linie eine Art Polizei der Finanzwelt. Sie passt auf, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Aber wie die normale Polizei kann auch die BaFin natürlich sicher nicht alle kriminellen und betrügerischen Machenschaften aufdecken, das sollte jedem klar sein (aber sie versucht es jedenfalls ;-)).

Zum Abschluss noch ein Tipp für jeden Privatanleger: Immer wenn Sie in Erwägung ziehen, Kunde bei einer Bank, einem Broker oder einem anderen Finanzdienstleister zu werden, rate ich Ihnen Folgendes: Prüfen Sie, ob das Institut von der BaFin beaufsichtigt wird. Gerade bei kleineren und unbekannteren Firmen ist das wichtig. Sollte das nicht der Fall sein, dann empfehle ich Ihnen, diesen Anbieter zur Sicherheit besser zu meiden (vor allem wenn er aus dem Ausland kommt). Denn dann besteht eine erhöhte Gefahr, eventuell unseriösen Machenschaften ausgesetzt zu sein. Die in diesem Artikel vorgestellten 8 Onlinebroker werden beispielsweise alle von der BaFin beaufsichtigt.