Was ist ein Sparplan? Wertpapier-Sparplan-Vergleich

Wertpapier-Sparpläne sind immer mehr im Kommen und werden nach und nach beliebter bei Anlegern. Das verwundert kaum, da Sparpläne gegenüber anderen ähnlichen Finanzprodukten einige handfeste Vorteile haben.

In den nachfolgenden Absätzen habe ich für Sparplan-Anfänger grundlegende Erklärungen und Infos zusammengetragen:

Was ist ein Sparplan, mit dem man Wertpapiere kaufen kann?

Mit einem Wertpapier-Sparplan ist ein langfristiger und stetiger Vermögensaufbau durch regelmäßige Börseninvestments möglich.

Aber wie funktioniert ein Wertpapier-Sparplan genau? Mit einem Sparplan wird monatlich automatisch über ein angelegtes Wertpapierdepot (hier kostenlos!) ein gleichbleibender Betrag an der Börse angelegt. Die Höhe des Betrages kann man selbst wählen, man muss unter Umständen nur einen bestimmten Mindestbetrag beachten (dazu gleich mehr).

Dadurch wird nach und nach ein Vermögen aufgebaut, meist über einen längeren Zeitraum. Die Sparplandauer ist aber nicht festgelegt, man kann einen Wertpapiersparplan in der Regel jederzeit stoppen ohne dass Stornokosten entstehen.

Neben einem monatlichen Sparplan kann oft auch zweimonatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich angespart werden. Alternativ ist zudem eine Einmalanlage möglich.

Wo kann man Sparpläne für Wertpapiere einrichten? Sparpläne werden meistens bei Banken mit Hilfe eines Wertpapierdepots angelegt. Einfach und schnell geht es zum Beispiel bei Online-Direktbanken bzw. Discountbroker (teilweise werden über 1000 Sparpläne angeboten; oft sind Gebührenrabatte möglich).

Man kann dann dort ab einem bestimmten Sparbetrag einen Sparplan anlegen: Bei der ING-DiBa etwa ab 50 Euro im Monat. Bei Consorsbank und Comdirect sogar schon ab 25 Euro monatlich.

Wertpapier-Sparplan-Vergleich: Welche Sparplantypen gibt es?

  • Aktien-Sparplan: Man investiert hier jeden Monat in eine ausgewählte Aktie, von der man überzeugt ist (zum Beispiel eine DAX– oder Dow-Jones-Aktie)
  • Fondssparplan: Was ist ein Fondssparplan? Hierüber werden regelmäßig Fondsanteile eines ausgesuchten Investmentfonds gekauft (meist mit aktiver Verwaltung der Fonds, wodurch etwas höhere Gebühren entstehen = aktiv gemanagter Fonds)
  • ETF-Sparplan: Es werden regelmäßig börsennotierte Fonds, genannt ETFs bzw. Indexfonds, erworben (keine aktive Fondsverwaltung wie beim Fondssparplan = passiv gemanagte Fonds = günstigere Gebühren)
  • Zertifikate-Sparplan: Kontinuierliches Anlegen in bestimmte Zertifikate, oft Rohstoffzertifikate (Gold, Silber, Öl etc.)

Beliebt unter Anlegern sind übrigens vor allem Fonds- und ETF-Sparpläne. Allen voran deshalb, weil sie eine breite Risikostreuung (Erklärung) beinhalten.

Sparplan-Kosten: Welche Gebühren kommen auf einen zu?

Diese Kostenpunkte sind möglich:

  • Depotverwaltungsgebühren (viele Online-Direktbanken bieten jedoch dauerhaft eine kostenlose Depotführung an!)
  • Transaktionsgebühren beim Kauf und Verkauf der Sparplan-Finanzwerte (oft Rabatte möglich bei diversen Banken)
  • Eventuelle Verwaltungskosten (etwa bei aktiv gemanagten Fonds)
  • Unter Umständen Ausgabeaufschläge bei Fondssparplänen (eventuelle Rabattaktionen beachten)

TIPP: Wenn man es etwas geschickt anstellt, dann kann man die Gebührenkosten ziemlich niedrig halten, vor allem wenn man alles online abwickelt. Am besten man sucht sich eine renommierte Online-Direktbank, die eine kostenlose Depotführung und Sparplan-Rabatte anbietet (beispielsweise die ING-DiBa, dort habe ich selbst auch ein Depot).

Warum lohnt sich ein Wertpapier-Sparplan?

Wertpapiersparpläne sind eine interessante Möglichkeit der kontinuierlichen Geldanlage mit attraktiven Renditechancen. Ein entscheidender Vorteil sind auch die günstigen Transaktionskosten, gerade im Vergleich zu anderen ähnlichen Sparanlage-Finanzprodukten (etwa einer fondsgebundene private Rentenversicherung).

Mehr Vorteile (aber auch Nachteile) habe ich hier zusammengestellt: