Was ist Stock-Picking? Definition & Erklärung

Viele Börsenanfänger lesen irgendwo den Begriff “Stock-Picking”, können sich darunter aber nichts vorstellen. Was ist Stock-Picking also? In diesem Artikel werde ich es einmal erklären.

Stock-Picking-Definition in verständlichen Worten

Stock-Picking kommt aus dem Englischen und heißt auf Deutsch “Aktien-Auswahl”. Mit Stock-Picking ist also die gezielte Auswahl bestimmter Aktien gemeint. Dabei handelt es sich um eine aktive Aktienanlage. Im Gegensatz dazu steht die passive Aktienanlage. Bei einer passiven Investmentstrategie geht es darum, einfach den Gesamtmarkt (Definition) nachzubilden, was in der Regel über den Kauf von Indexfonds bzw. ETFs geschieht. Beim passiven Ansatz verzichtet man demzufolge darauf, einzelne profitable Aktien aufzuspüren und kauft stattdessen vereinfacht gesagt indirekt den breiten Markt.

Das große Ziel beim Stock-Picking ist es besser abzuschneiden als der breite Markt bzw. passive Aktienstrategien. Aus diesem Grund wird die Renditeentwicklung eine Stock-Picking-Strategie meist mit der Performance der großen Indizes wie DAX, Dow Jones und Co. verglichen. Ganz nach dem Motto: Schafft man es den Markt zu schlagen?

Viele Privatanleger betreiben also Stock-Picking, um eine höhere Rendite zu erzielen als der Gesamtmarkt.

Man muss beim Stock-Picking aber nicht zwingend selbst aussichtsreiche Aktienpapiere suchen. Man kann auch indirekt auf eine aktive Aktienanlage setzen ohne selbst starke Aktien suchen zu müssen. Und zwar indem man die Hilfe von Aktienexperten in Anspruch nimmt. Das geht etwa über eine Investition in einen aktiven Aktienfonds (hier wählt ein Fondsmanager die Wertpapiere aus) oder mit einem kostenpflichtigen Börsenbrief (Experten geben Aktientipps, die man dann nachkauft)

Für ein erfolgreiches Stockpicking wird oft eine bestimmte Aktienstrategie bzw. Aktienanalyse-Methode angewendet. Die Untersuchung von Aktien erfolgt dabei meistens nach fundamentalen (Fundamentalanalyse) und/oder charttechnischen Aktienauswahlkriterien (Chartanalyse bzw. Charttechnik).

Achtung: Leider betreiben einige Privatanleger Stock-Picking ohne eine Börsenstrategie im Hintergrund. Stattdessen kaufen sie aus dem Bauch heraus Aktien, von denen sie glauben, dass sie in Zukunft ansteigen werden. Diese oftmals wenig erfahrenen Anleger kaufen zum Beispiel Aktien, die gerade in irgendeinem kostenlosen Newsletter, einer Börsencommunity oder von Freunden bzw. Bekannten empfohlen werden. Diese fahrlässige Vorgehensweise geht nicht selten schief und führt dann früher oder später zu Verlusten.

Wer also mit Stock-Picking den Markt renditemäßig übertreffen will, sollte sich eine gute Aktienstrategie suchen, von der man überzeugt ist oder beim Stock-Picking auf einen Aktienexperten vertrauen (beispielsweise wie bereits erwähnt über einen aktiven Aktienfonds oder mit einem starken Börsenbrief / hier mein Tipp).