Was kostet eine Kreditkarte? Gebühren-Check

Viele fragen sich: Was kostet eine Kreditkarte? Und das ist auch gut so. Denn wer sich für eine Kreditkarte interessiert bzw. eine beantragt, sollte auf jeden Fall wissen, welche Gebühren und Kosten dadurch auf einen zukommen können. Die Betonung liegt hier auf dem Wort „können“. Denn wenn man es klug anstellt, die Karte gewissenhaft für Zahlungen verwendet und diverse Verwendungsmöglichkeiten möglichst einschränkt, entstehen einem fast keine oder sogar gar keine Kreditkartennutzungskosten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man sich eine Kreditkarte sucht, wo dauerhaft keine Jahresgebühr anfällt. Aber verschaffen wir uns erst mal einen Kostenüberblick:

Welche Kosten kann eine Kreditkarte verursachen? Was sollte man bei den Gebühren beachten?

Banken und Kreditkartenorganisationen geben natürlich nicht uneigennützig Kreditkarten raus, sondern wollen damit Geld verdienen (was ja auch legitim ist ;-)). Aber mit welchen Kosten muss man rechnen und welche Gebühren kann man durch eine geschickte Angebotsauswahl bzw. kluges Nutzungsverhalten umgehen? Ich kläre auf und nenne die wichtigsten Kostenpunkte:

  • Jahresgebühren: Bei vielen Kreditkartenangeboten entsteht eine Grundgebühr, die man jährlich entrichten muss (liegt oft circa zwischen 20 und 40 Euro). Bei zahlreichen Offerten gibt es aber auch gar keine Jahresgebühr (Tipp: Kreditkarten hier vergleichen!). Dabei handelt es sich in der Regel um Standard-Angebote, die kaum oder keine Zusatz-Leistungen beinhalten. Wer also auf besondere Leistungen verzichten kann (das sind zum Beispiel enthaltene Versicherungen, Bonussystem und Rabatte), sollte sich eine kostenfreie Kreditkarte suchen. Aber Achtung: Bei manchen Lockangeboten ist nur das erste Nutzungsjahr kostenlos, danach fällt eine Grundgebühr an. Daher mein Rat: Immer auch das Kleingedruckte lesen! Das gilt übrigens auch für die nachfolgenden Punkte.
  • Auslandseinsatzentgelt: Wenn man die Karte im Ausland benutzt (online oder vor Ort auf Reisen), wo nicht (!) mit Euro gezahlt wird, wird bei jedem Umsatz eine Kreditkartengebühr für die Währungsumrechnung erhoben. Diese liegt meist ungefähr zwischen 1 und 2 Prozent. Beispiel: Man kauft für umgerechnet 100 Euro etwas. Die Gebühr, auch Auslandseinsatzentgelt genannt, liegt bei einem Prozentsatz von etwa 1,5% bei 1,50 Euro. Diese Abgabe wird sofort abgerechnet. Je weniger man im Ausland mit anderer Währung bezahlt, desto weniger dieser Umrechnungsgebühren muss man natürlich in Kauf nehmen. Wer diese Leistung aber oft nutzt, sollte sich eine Kreditkarte bzw. Bank suchen, wo das Auslandseinsatzentgelt möglichst niedrig ist.
  • Automatenbargeldabhebungen: Wer mit einer Kreditkarte an Automaten im In- oder Ausland Geld abhebt, was möglich ist, muss meistens Gebühren bezahlen. Diese können unterschiedlich hoch ausfallen: Bei vielen Kreditkartenanbietern ist es teuer, bei einigen aber auch günstig. Wenn man diese Kreditkartenleistung also öfters nutzt, sollte man hier vor Beantragung die verschiedenen Angebotskonditionen vergleichen.
  • Teilzahlungen: Bei einigen Kreditkarten hat man die Möglichkeiten einen gewissen Kreditrahmen zu nutzen. Genaugenommen wird einem angeboten, die Kreditkartenabrechnungen in Raten zu bezahlen und abzustottern. Wenn man diese Option nutzt, fallen Zinsgebühren an. Und diese fallen meist happig aus (je nach Kreditinstitut unterschiedlich hoch). Wenn man diese Möglichkeit nutzen möchte, sollte man auch hier die Konditionen vergleichen. Meiner Meinung nach sollte man bei Abrechnungen immer sofort die volle Rechnungssumme begleichen. Auf diese Weise fallen keine Gebühren an.

FAZIT: Alle eben aufgezählten Kreditkarten-Gebühren-Punkte kann man mehr oder weniger umgehen indem man sich ein günstiges Angebot sucht und die Karte auf kluge Weise nutzt.

Noch etwas: Für Kreditkartenzahlungen muss man als Konsument keine Gebühr bezahlen (Ausnahme: Das oben aufgeführte Auslandseinsatzentgelt). Stattdessen fällt eine Gebühr für den Zahlungsempfänger (= der Shop, wo man kauft) an.

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