Was sind Hedgefonds? Definition und Erklärung

Das Wort „Hedgefonds“ hat sicher fast jeder Finanzinteressierte schon einmal gehört. Aber was sind Hedgefonds genau? In den folgenden Zeilen möchte ich eine möglichst verständliche Definition abgeben.

Hedgefonds: Nicht für Privatanleger geeignet

Hedgefonds sind sehr riskante Investmentfonds (Definition). Hier gilt das Motto: Sehr hohe Gewinnchancen und sehr hohes Verlustrisiko. Hedgefonds-Manager investieren deshalb häufig in gefährliche Derivate (oft mit hohen Hebeln) bzw. tätigen Leerverkäufe und spekulieren demzufolge auf steigende und auch fallende Kurse. Durch die zahlreiche Verwendung von Hebelfinanzprodukten handeln Manager von Hedgefonds also nicht nur mit dem eingesetzten Kapital, sondern auch mit Fremdkapital (für noch mehr Risiko und höhere Renditechancen).

Eine Investition in Hedgefonds ist daher absolut nichts für Börseneinsteiger, so viel sei schon mal gesagt. Auch erfahrene Kleinanleger sollten aufgrund des enormen Risikos die Finger davon lassen. Schreiben Sie sich das schon mal hinter die Ohren ;-). Trotzdem ist es kein Fehler ein paar interessante Hintergründe zu kennen.

Was sind Hedgefonds? Weitere Erklärungen und Infos

Hedge-Fonds bedeutet auf Deutsch übersetzt „Absicherungsfonds“ (hedge = absichern). Denn ursprünglich wurden Hedgefonds zur Absicherung gegen diverse Risiken erfunden. Dieser Zweck gilt aber heutzutage aufgrund der enorm hohen Verlustgefahren kaum noch.

Hedgefonds werden hauptsächliche für große Investoren aufgelegt (also für institutionelle Anleger wie Banken, Verssicherungen etc.) und werden aktiv von Fondsmanagern gemanagt.

Diese Hedgefonds-Leiter sind oft selbst am eigenen Fonds beteiligt und haften teilweise persönlich dafür. Daher werden diese auch meist sehr gut bezahlt. Für die Renditemaximierung verwenden die Manager unterschiedliche Handelsstrategien, darunter auch Formen der Fundamentalanalyse und/oder vor allem Arten der Technischen Analyse. Die Fondsmanager lassen sich hier aber normalerweise nicht in die Karten schauen. Das ist auch deshalb möglich, da die jeweiligen Fondsleiter große Investitionsfreiheiten bei der Finanzproduktauswahl und Strategieart für die Hedgefonds haben.

Allen voran in den USA gibt es viele Hedgefonds (deutlich mehr als hierzulande), aber nur ein bestimmter vermögender Anlegerkreis darf hier Anteile kaufen. Auch in Deutschland ist es Privatanlegern aufgrund des hohen Risikos erlaubt, nur in Form von „Dach-Hedge-Fonds“ in Hedgefonds zu investieren (davon rate ich aber unbedingt ab!).

Seit der Finanzkrise hat sich der Ruf von Hedgefonds deutlich verschlechtert. Da in der Finanzwelt viel mit Hedgefonds gezockt wurde, sind nicht wenige Anleger und Politiker der Meinung, dass diese Fondsart eine Mitschuld an der Krise trägt.

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