Welche Fonds kaufen? Wo gibt es Fondsempfehlungen?

Alleine in Deutschland gibt es mehrere Tausend Investmentfonds. Und statistisch gesehen schneidet der überwiegende Teil der Fonds schlechter ab als der Gesamtmarkt. Daher muss man darauf achten, welche Fonds man kauft und nicht in irgendwelche Fonds investieren. Sie sollten sich also die Zeit nehmen, sich gut über Fonds zu informieren.

Jede Fondsgesellschaft stellt natürlich zahlreiches Infomaterial zu ihren Fonds zur Verfügung. Aber es ist ja klar, dass diese ihre Fonds immer von der besten Seite darstellen wollen. Es ist daher enorm wichtig, sich auch in mehreren unabhängigen Quellen über einzelne Fonds zu informieren. Dazu weiter unten im Text mehr (dort erfahren Sie auch, wo Sie Empfehlungen zu Investmentfonds bekommen können). Zuvor möchte ich erst noch auf andere wichtige Aspekte für eine richtige Fondsauswahl eingehen.

6 Tipps, die bei der Fondsauswahl helfen können

Tipp 1: Grundlegend kommt es bei der Fondswahl vor allem auf Ihren Anlegertyp an und damit auf Ihre Risikofreudigkeit. Wie viel Risiko bei Fonds sind Sie bereit einzugehen? Hier gilt natürlich das gleiche wie bei Wertpapieren: Je mehr Risiko, desto höhere Gewinne sind möglich. Renten- und Immobilienfonds sind eher für vorsichtige bzw. konservative Anleger geeignet, denen Sicherheit wichtiger ist als ein hoher Gewinn. Aktienfonds sind riskanter, aber man kann damit auch deutlich höhere Gewinne erzielen.

Tipp 2: Wichtig ist auch zu wissen, ob Sie langfristig oder kurzfristig in Investmentfonds anlegen wollen. Aktienfonds,  ETFs, Immobilienfonds, Rentenfonds und geschlossene Fonds sind besser für eine langfristige Anlage (bei Aktienfonds zum Beispiel wegen den Kursschwankungen). Geldmarktfonds dagegen sind beispielsweise besser für kurzfristige Anlagen (also wenn man das Geld bald wieder braucht). Wie Sie sehen, sind Fonds hauptsächlich für Langfrist-Anleger geeignet, die ihr Geld mehrere Jahre oder Jahrzehnte anlegen wollen.

Tipp 3: Entscheidend ist auch, wann man welche Investmentfonds kauft. Denn es kommt natürlich auch auf den Zustand des aktuellen Marktes an. Das lässt sich am besten an einem Beispiel erklären: Ein schlechter Zeitpunkt, um Aktienfonds zu kaufen, war vor der Finanzkrise (also bevor die Börsenkurse stark gefallen sind). Ein guter Zeitpunkt für Aktienfonds-Käufe war zum Beispiel 2003 und 2004 (das stand der DAX zwischen 2000 und 4000 Punkten und ist in den Jahren danach deutlich gestiegen). Oder ein anderes Beispiel: Solar-Aktienfonds und Seltene-Erden-Fonds. Viele Anleger sind hier erst eingestiegen, als der Boom schon wieder vorbei war (große Gewinne waren dann nicht oft mehr zu holen, eher Verluste).

Tipp 4: Um herauszufinden, welche Investmentfonds gut sind, kann man auch Beurteilungen von Fonds-Ratingagenturen zu einzelnen Fonds abrufen. Das geht zum Beispiel bei Onvista: http://www.onvista.de/fonds/ (dort auf den einzelnen Fondsseiten bei den Kennzahlen auf „Ratings“ klicken). Ratingagenturen, die Fondsbeurteilungen abgeben, sind unter anderem S&P, Morningstar und Feri. Morningstar vergibt beispielsweise 1 bis 5 Sterne (ein Investmentfonds kann hier also maximal mit 5 Sternen bewertet werden).

Ratingagenturen bewerten Fonds unter anderem anhand folgender Kriterien: Wertentwicklung, Kosten und Managementqualitäten der Fonds. Es ist durchaus sinnvoll, sich die Bewertungen der Ratingagenturen anzusehen (in die Bewertungsprozesse fließen Erfahrungen und Faktoren ein, die einem Privatanleger normalerweise nicht zur Verfügung stehen). Aber verlassen Sie sich nicht alleine diese Urteile bei Ihren Kaufentscheidungen, denn diese geben oft nur einen groben Überblick über die Fondsqualität.

Tipp 5: Außerdem können Fondsvergleiche helfen, um aussichtsreiche Fonds aufzuspüren. Solche Vergleiche sind zum Beispiel bei der Finanzseite Onvista.de möglich. In diesem Artikel habe ich mehr Infos über Fondsvergleiche für euch.

Tipp 6: Ich stelle auf meiner Webseite einen allgemeinen Kapitalanlagerechner zur Verfügung (Link: Wie Geld am besten anlegen?). In dem dortigen Beitrag wird der Rechner, mit dem man einen individuellen Kapitalanlagevergleich durchführen kann, in der Mitte der Seite angezeigt. In das Rechnerergebnis werden auch einige offene und geschlossene Fonds mit einbezogen.

Auch dort kann man sich ein paar Fondskauf-Anregungen holen (Achtung: Die Fondstipps dort stammen nicht von mir, da ich den Vergleichsrechner nur in Kooperation mit finanzen.de eingebunden habe und keinen Einfluss auf die Auflistung habe). Die angegebenen Renditeaussichten bei den Fonds-Produkten sind natürlich nur Prognosen.

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Welche Investmentfonds kaufen? Meine Meinung…

Tipps zu einzelnen Fonds darf ich hier nicht geben, da müsst ihr selbst recherchieren. Ich finde aber, dass man sein Geld besser in mehrere gute Einzelaktien anstatt in Investmentfonds anlegen sollte (mehr dazu schreibe ich im Artikel Aktien oder Fonds?).

Tipp: Ich habe eine eigene Aktienauswahl-Methode entwickelt, um profitable und möglichst risikoarme Qualitätsaktien aufzuspüren (auch für Aktieneinsteiger geeignet!). Weitere Infos hier: Wie man in 12 Schritten die sichersten Top-Aktien findet.

Nichtsdestotrotz hat nicht jeder Privatanleger die Zeit, Lust und das Wissen, um starke Einzelaktien aufzuspüren. Für Diejenigen stellen Fonds eine sinnvolle Investmentalternative dar.

Meine Favoriten unter den Fondsarten sind jedenfalls ETFs. Das sind börsengehandelte Fonds und haben viele Vorteile (siehe auch mein Artikel Was sind ETFs? bzw. mein ETF-Ratgeber).

Und wer nicht selbst aussichtsreiche ETFs suchen will, der kann mittlerweile auch auf ETF-Komplettpaket-Anbieter setzen. Mehr Infos habe ich hier parat: Sehr einfache ETF-Geldanlage mit easyfolio (Teil 1) und Einfach Geld verdienen an der Börse mit vaamo (Teil 2).

Wo kann man Fondsempfehlungen erhalten?

Weitere Tipps, um gute Investmentfonds zu finden, beschreibe ich in meinem Artikel „Welche Aktien kaufen?“. Da geht es zwar um Aktien, aber viele Infos davon können auch bei der Suche nach Fondsempfehlungen hilfreich sein. Außerdem ist es sinnvoll, sich zusätzliche Informationen über Fonds auf anderen Finanzseiten (Finanz-Foren, Finanzportale, Blogs etc.) und Finanzzeitschriften zu holen: Zum Beispiel Fondskurse, Ranglisten, Analysen, Interviews mit Fondsmanagern und vieles mehr. Das hilft bei der Fondssuche.

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