Welche Fondsarten und Fonds-Typen gibt es? Was sind ETFs?

Was Investmentfonds sind, das wissen Sie jetzt (sofern Sie Teil 1 meines Fonds-Spezials gelesen haben). Es gibt viele Fondsarten bzw. Fondstypen. Folgende Arten von Fonds sind am bekanntesten und beliebtesten im Finanzbereich:

  • Immobilienfonds (Geld wird in Geschäftsgebäude/Wohnungen investiert und der Gewinn kommt dann durch Mieteinnahmen zustande)
  • Und natürlich Aktienfonds (hier werden die Anlagegelder in Aktien gesteckt)

Etwas weniger bekannt sind die Fondsarten Dachfonds, Garantiefonds, Hedgefonds (Definition), Derivatefonds, Wandel- und Optionsanleihenfonds, Indexfonds und Laufzeitfonds. Daneben gibt es auch noch den Fondstyp Mischfonds, wo dann das Geld in mehrere verschiedene Anlagen fließt (zum Beispiel gleichmäßig in Aktien und Immobilien). Mischfonds sind quasi eine Mischung aus oben genannten Fondsarten.

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Jeder Fonds hat ein eigenes Thema bzw. einen anderen „Inhalt“ an Finanzwerten. Also zum Beispiel bei Aktienfonds: US-Aktien, DAX-Aktien, Solaraktien, Seltene-Erden-Aktien, europäische Aktien und so weiter. Danach muss sich der Fondsmanager ríchten (er darf dann also nur Werte aus diesem Bereich für den Fonds kaufen).

Noch eine Fondsart: Was ist ein ETF-Fonds?

Seit einigen Jahren gibt es eine weitere Fondsart, so genannte ETFs. ETF ist die Kurzform für „Exchange-Traded Fund“ und kommt aus dem Englischen (deutsch übersetzt bedeutet es: Börsengehandelter Fonds). Das sind also Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden. ETFs gibt es in Deutschland seit dem Jahr 2000, in den USA schon länger. Bekannte ETF-Anbieter sind iShares, Comstage, Lyxor und db x-trackers. Oftmals bilden ETFs einen Index nach, zum Beispiel den DAX oder den Dow Jones. Da die meisten Fonds sowieso nicht den Gesamtmarkt schlagen, kaufen viele Anleger einfach Index-ETFs.

Immer mehr Anleger greifen zu ETFs statt den „alten“ Fondtypen

Aber ETFs werden auch aus diesem Grund immer beliebter: Die Kosten sind meist deutlich niedriger als bei normalen Investmentfonds (siehe Artikel Fondskosten-Check und Was kostet ein ETF?). Denn einen Ausgabeaufschlag muss man hier nicht bezahlen. Lediglich die üblichen Handelsgebühren (diese sind meistens genauso hoch wie bei einem regulären Aktienkauf) und ein sogenannter „Spread“ fallen an. Der Spread liegt in der Regel nur bei circa 0,1% und bedeutet Folgendes: Man muss bei einem Kauf für einen Fondanteil circa 0,1% mehr bezahlen, als man bei einem Verkauf dafür bekommen würde. Zusätzlich gibt es noch eine Fonds-Verwaltungsgebühr (die ist aber viel niedriger als bei normalen Investmentfonds).

Weitere Vorteile der ETF-Fondsart:

  • Man kann einfacher ein- und aussteigen, da ETFs ja wie Aktien an der Börse gehandelt werden (vor allem bei beliebten ETF-Fonds gibt es einen regen Handel)

Unabhängig von den Fondsarten gibt es insgesamt alleine in Deutschland mehrere tausend unterschiedliche Investmentfonds. Also eine enorme Auswahl von Fonds für Anleger. Genaue Infos, Richtlinien, Themen zu den einzelnen Fonds können in den Fonds-Verkaufsprospekten der Fondsgesellschaften nachgelesen werden (oder meist auch im Internet).

Bei Fonds gibt es aber neben den eben genannten Fondsarten noch weitere Unterscheidungsmerkmale, auf die ich in separaten Artikeln eingehe:

Weiterer Artikel-Tipp:

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